In den 90er Jahren war die Heftromanreihe "Dämonenland" sehr beliebt. Ich selbst war ein leidenschaftlicher Leser und Sammler. Leider hatte ich einen ganzen Stapel verliehen und nie zurück erhalten. Zwar konnte ich mal in einem Antiquariat einige Hefte aus einer aufgelösten Sammlung bekommen, aber es fehlen mir immer noch einige. Dafür habe ich aber auch etliche Hefte doppelt. Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen, der selbst noch einige Hefte doppelt hat und noch ein paar sucht. Deshalb würde ich sie gern eintauschen. Die Listen werden ständig aktualisiert, schaut also ruhig mal öfter rein.
Hier die Liste der Hefte, die mir fehlen:
04 Lebendig begraben
07 Der achtbeinige Tod
08 Herrin der Wölfe
10 Die Voodoo-Königin
12 Die Blutgräfin
18 Das mordende Gehirn
19 Totentanz der Ghouls
20 Die Mörderbäume
21 Im Zeichen des Bösen
26 Ewige Schreie
27 Die gelbe Villa der Selbstmörder
31 Wenn der Banshee klagt...
32 Trommeln des Todes
34 Engel der Hölle
36 Die Geliebte des Hexenjägers
Außerdem fehlen mir noch die "Schattenreich Pulp" Magazine Heft 19 und 20
Und natürlich auch die Liste der Hefte, die ich im Austausch anzubieten habe:
39 Der Druidenzauber
41 Die Robot-Mörder
42 Der Fluch des Hauses Geston
44 Schrei, wenn der Werwolf kommt
45 Das Grauen geht um
46 Das Zeichen der Angst
47 Der Werwolf und die Hexen
48 Die Meer-Bestie
49 Das Archiv der schwarzen Särge
51 Meine Seele dem Teufel
55 Die Hexenmeister
59 Der Vampir der Oper
62 Als der Meister starb
63 Der fremde Blick
65 Der Todeskuß
66 Der Totentanz
69 Ich, der Dämon
71 Der Herr der Eiswelt
75 Das Böse lebt
81 Geister im Moor
83 Gefangener im Totenreich
85 Schattenreiter
86 Die Spur der GROSSEN ALTEN
88 Die Horror-Braut
89 Der Sensenmann
90 Wolfsgezücht
91 Blutfest der Dämonen
92 Gruft des Grauens
93 Die Nacht der Bestien
94 Der Hexenkreis
95 Das Schwert des Bösen
96 Die Unheimliche vom Todesschloß
97 Rebellion der Regenwürmer
98 Strandhotel der sieben Schreie
99 Die Rückkehr des Hexers
101 Ihr Mann der Zombie
102 Der entfesselte Dämon
105 Die Herrscher in der Tiefe (1. Teil)
106 Die Herrscher in der Tiefe (2. Teil)
107 Das Labyrinth von London
108 Der Dämonenjäger von Rom
109 Der Fluch des Schamanen
111 Jäger der Nacht
112 Draculas Opfer
114 Fluch aus der Vergangenheit
115 Drakula lebt
116 Das Gespenster-Schloß
118 Magirons Todes-Show
120 Der Plan der GROSSEN ALTEN
121 Die Rache der Schattenreiter
122 Der Fluch der Inka
123 Tödliche Kälte
124 Aufbruch der Werwölfe
125 Der Psycho-Gigant
126 Der Fluch der Borgias
127 Das Haus der Alpträume
128 Horrortrip ins Schattenland
133 Spielball der Hexen
134 Satans Erbe
135 Merlins böses Ich
136 Der Augensammler
137 Das Monster aus der Tiefe
138 Die Kapuzenmänner
140 Die Satansklaue
141 Schattenkinder
142 Das Phantom der U-Bahn
144 Wenn sie aus den Gräbern steigen...
160 Die Hexenkammer
163 Der Turm der lebenden Toten
Ich würde mich wirklich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen könnte. In der letzten Ausgabe meiner Literaturserie "Warten auf Halloween" auf Youtube habe ich auch das "Dämonenland" mit vorgestellt. Wer mal reinsehen möchte: Hier ist das möglich
Auf Facebook hatte ich mal eine Fanseite für die Reihe erstellt. Durch die Sperrung meines Profils bin ich aber leider nicht mehr als Admin zuständig. Aber auch diese darf HIER gern besucht werden.
19 Oktober 2012
13 Oktober 2012
Warum ich mich weigere, die neue Rechtschreibung zu benutzen
Seit etlichen Jahren gibt es die neue Rechtschreibung. Dennoch veröffentliche und schreibe ich immer noch nach den alten Regeln und werde dies für den Rest meines Lebens tun.
Warum wurden die neuen Regeln eingeführt?
Das erste Argument war, damit Ausländer die deutsche Sprache besser lernen können. Ich habe nichts gegen "Migranten" (Das andere Wort darf man ja eigentlich nicht mehr sagen). Aber was hat das bitte mit der Rechtschreibung zu tun? Kein anderes Land kam und/oder käme auf die Idee, seine Sprache künstlich umzustellen. Und leichter zu lernen? Bestes Gegenbeispiel: "das" und "dass" ist weitaus schwieriger und verwirrender als "das" und "daß".
Zweites Argument war, daß es besser für den Umgang mit Computern und Informationstechnik wäre und Tastaturen so besser zu bedienen wären.
Gehts noch? Die Technik ist da, um uns das Leben zu erleichtern und UNS zu dienen und hat sich demzufolge an UNS anzupassen und nicht umgekehrt. PUNKT!!!
Die jüngere Generation lernt ja nur noch die neue Rechtschreibung und man kann es auch niemanden vorwerfen. Aber diese ganze Umstellung der Rechtschreibung, das Streichen von Worten aus der Sprache, die politisch nicht ins Weltbild passen usw. erinnert mich irgendwie an Orwells Neusprechdiktionär aus "1984", und das finde ich Doppelplusungut
Warum wurden die neuen Regeln eingeführt?
Das erste Argument war, damit Ausländer die deutsche Sprache besser lernen können. Ich habe nichts gegen "Migranten" (Das andere Wort darf man ja eigentlich nicht mehr sagen). Aber was hat das bitte mit der Rechtschreibung zu tun? Kein anderes Land kam und/oder käme auf die Idee, seine Sprache künstlich umzustellen. Und leichter zu lernen? Bestes Gegenbeispiel: "das" und "dass" ist weitaus schwieriger und verwirrender als "das" und "daß".
Zweites Argument war, daß es besser für den Umgang mit Computern und Informationstechnik wäre und Tastaturen so besser zu bedienen wären.
Gehts noch? Die Technik ist da, um uns das Leben zu erleichtern und UNS zu dienen und hat sich demzufolge an UNS anzupassen und nicht umgekehrt. PUNKT!!!
Die jüngere Generation lernt ja nur noch die neue Rechtschreibung und man kann es auch niemanden vorwerfen. Aber diese ganze Umstellung der Rechtschreibung, das Streichen von Worten aus der Sprache, die politisch nicht ins Weltbild passen usw. erinnert mich irgendwie an Orwells Neusprechdiktionär aus "1984", und das finde ich Doppelplusungut
10 Oktober 2012
kleines Wörterbuch Deutsch-Merkel
Deutsch: ein Problem anpacken statt nur darüber zu reden - Merkel: blinder Aktionismus
Deutsch: eine unbequeme Wahrheit aussprechen - Merkel: Polemik
Deutsch: andere Meinungen sind unerwünscht und werden nicht akzeptiert; oder auch: Demokratieverweigerung - Merkel: Wir müssen in dieser Sache Geschlossenheit zeigen
Deutsch: Geld waschen - Merkel: Wir müssen wieder Vertrauen zu den Banken haben
Deutsch: Korruption - Merkel: leistungsbezogener Verdienst
Deutsch: eine unbequeme Wahrheit aussprechen - Merkel: Polemik
Deutsch: andere Meinungen sind unerwünscht und werden nicht akzeptiert; oder auch: Demokratieverweigerung - Merkel: Wir müssen in dieser Sache Geschlossenheit zeigen
Deutsch: Geld waschen - Merkel: Wir müssen wieder Vertrauen zu den Banken haben
Deutsch: Korruption - Merkel: leistungsbezogener Verdienst
01 Oktober 2012
Warum mich "Sex and the City" deprimiert
Den Hype um Comedyserien habe ich nie verstanden. Zwar sehe ich mir gern mal eine an, lache auch darüber (manchmal), aber dann ist es wieder gut. Wie die aber zu solchen Kultserien erhoben werden, kann ich dann nicht mehr nachvollziehen.
Meine Mutter war großer Fan von "Sex and the City", und zwangsläufig habe ich ein paar Episoden mitbekommen. Gerade diese Serie ging mir echt an die Nieren. Da werden Menschen als Mittel zur Lustbefriedigung benutzt und danach weggeworfen, das ganze Leben der Protagonisten dreht sich um Belanglosigkeiten und großes Trara wegen der selbstverständlichsten Dinge und das wird als normal oder im schlimmsten Fall sogar als Vorbild angesehen. Sind Menschen wirklich zu so leeren Hüllen geworden, wie durch diese Serie suggeriert wird?
Dazu fällt mir nur ein Schlüsselsatz aus der ersten Episode ein: "Wie konnte uns das nur passieren?"
Meine Mutter war großer Fan von "Sex and the City", und zwangsläufig habe ich ein paar Episoden mitbekommen. Gerade diese Serie ging mir echt an die Nieren. Da werden Menschen als Mittel zur Lustbefriedigung benutzt und danach weggeworfen, das ganze Leben der Protagonisten dreht sich um Belanglosigkeiten und großes Trara wegen der selbstverständlichsten Dinge und das wird als normal oder im schlimmsten Fall sogar als Vorbild angesehen. Sind Menschen wirklich zu so leeren Hüllen geworden, wie durch diese Serie suggeriert wird?
Dazu fällt mir nur ein Schlüsselsatz aus der ersten Episode ein: "Wie konnte uns das nur passieren?"
26 September 2012
Frauenquote?
Ich hatte zwar schon mal meine Meinung darüber geschrieben, aber da das Thema wieder in der Diskussion ist, gebe ich meinen Senf nochmal ab.
Den Sachverhalt muß ich ja nicht noch mal extra ausführen, darüber wurde schon ausreichend in allen Medien berichtet.
Ich frage mich aber ernsthaft, was eine solche Quote soll? Die Gleichberichtigung einer "Randgruppe"? Frauen machen mehr als 50% der Bevölkerung aus. Also, irgendwie hatte ich von dem Begriff "Randgruppe" wohl immer falsche Vorstellungen.
Ernsthaft, eine gesetzliche Frauenquote ist doch völliger Schwachsinn. Es geht bei der Besetzung von Führungspositionen um Kompetenz (oder sollte es zumindest gehen), nicht ums Geschlecht!!!
Ich bin ständig in Einrichtungen unterwegs, die von Frauen geführt und geleitet werden, und die machen einen verdammt guten Job. Nicht wegen irgendwelcher Quoten, sondern weil sie es können. Das sollte das Kriterium bei einer Jobvergabe sein.
Diese ganze Diskussion führt doch total am Thema vorbei. Statt sich um solche Quoten Gedanken zu machen, sollte endlich mal durchgesetzt werden, daß Frauen für ihre Leistung den gleichen Lohn bekommen sollten wie ihre männlichen Kollegen. Das ist ein viel schwerwiegenderes Problem.
Ganz ehrlich, wenn es darum geht, eine Firma zu leiten, ist es völlig irrelevant, welches Geschlecht, welche Hautfarbe, Religion, sexuelle Orientierung, körperliche Gebrechen, Fernsehgewohnheiten, Lieblingstiere, Essgewohnheiten, Lieblingsfarbe, Automarke, Sammelleidenschaft, Perversionen oder sonstwas jemand hat
Den Sachverhalt muß ich ja nicht noch mal extra ausführen, darüber wurde schon ausreichend in allen Medien berichtet.
Ich frage mich aber ernsthaft, was eine solche Quote soll? Die Gleichberichtigung einer "Randgruppe"? Frauen machen mehr als 50% der Bevölkerung aus. Also, irgendwie hatte ich von dem Begriff "Randgruppe" wohl immer falsche Vorstellungen.
Ernsthaft, eine gesetzliche Frauenquote ist doch völliger Schwachsinn. Es geht bei der Besetzung von Führungspositionen um Kompetenz (oder sollte es zumindest gehen), nicht ums Geschlecht!!!
Ich bin ständig in Einrichtungen unterwegs, die von Frauen geführt und geleitet werden, und die machen einen verdammt guten Job. Nicht wegen irgendwelcher Quoten, sondern weil sie es können. Das sollte das Kriterium bei einer Jobvergabe sein.
Diese ganze Diskussion führt doch total am Thema vorbei. Statt sich um solche Quoten Gedanken zu machen, sollte endlich mal durchgesetzt werden, daß Frauen für ihre Leistung den gleichen Lohn bekommen sollten wie ihre männlichen Kollegen. Das ist ein viel schwerwiegenderes Problem.
Ganz ehrlich, wenn es darum geht, eine Firma zu leiten, ist es völlig irrelevant, welches Geschlecht, welche Hautfarbe, Religion, sexuelle Orientierung, körperliche Gebrechen, Fernsehgewohnheiten, Lieblingstiere, Essgewohnheiten, Lieblingsfarbe, Automarke, Sammelleidenschaft, Perversionen oder sonstwas jemand hat
25 September 2012
"Skandal" um Uniform beim "Tag der Sachsen"
Beim "Tag der Sachsen" in Freiberg gab es wohl im Nachhinein ziemlichen Trubel. Bei einem Umzug historischer Militärtechnik und historischer Uniformen soll eine Frau in einer SS-Uniform teilgenommen haben. Es gab etliche Beschwerden deswegen und es wurde eine Untersuchung bzw. eine Ermittlung eingeleitet.
Ok, einen solchen Umzug finde ich bei einem Volksfest etwas deplaziert und einen Auftritt in einer solchen Uniform mehr als geschmacklos. Aber das ist jetzt nicht das Thema.
Werden wir nicht langsam übersensibel? Ganz ehrlich, es war ein HISTORISCHER Umzug und (daran kann man nun mal nichts mehr ändern) eine HISTORISCHE Uniform. Es wurde ja sogar noch im entsprechenden Zeitungsartikel erwähnt, daß an dieser Uniform keine Abzeichen mehr waren und nur ein Experte sie als SS-Uniform identifizieren konnte.
Wir haben zur Zeit ernstere Probleme in diesem Land, als wegen solcher Vorfälle Geld, Personal und Zeit aufzuwenden.
Unangemessenes Verhalten oder nicht, wir müssen nicht aus jedem Fehlverhalten eine Staatsaffäre machen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Nazikeule schwingen. Irgendwann reichts
Ok, einen solchen Umzug finde ich bei einem Volksfest etwas deplaziert und einen Auftritt in einer solchen Uniform mehr als geschmacklos. Aber das ist jetzt nicht das Thema.
Werden wir nicht langsam übersensibel? Ganz ehrlich, es war ein HISTORISCHER Umzug und (daran kann man nun mal nichts mehr ändern) eine HISTORISCHE Uniform. Es wurde ja sogar noch im entsprechenden Zeitungsartikel erwähnt, daß an dieser Uniform keine Abzeichen mehr waren und nur ein Experte sie als SS-Uniform identifizieren konnte.
Wir haben zur Zeit ernstere Probleme in diesem Land, als wegen solcher Vorfälle Geld, Personal und Zeit aufzuwenden.
Unangemessenes Verhalten oder nicht, wir müssen nicht aus jedem Fehlverhalten eine Staatsaffäre machen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Nazikeule schwingen. Irgendwann reichts
18 September 2012
geistiges Eigentum "ekelhaft"?
In vielen Punkten sympathisiere ich mit der Piratenpartei und habe viele Leute dort kennengelernt, die wirklich vernünftige Ansichten vertreten.
Außerdem habe ich auch lautstark gegen die Acta-Maßnahmen protestiert.
Warum? Weil ich der Ansicht bin, kein Künstler ist daran interessiert, daß seine Fans kriminalisiert werden, weil sie ihre Begeisterung für seine Arbeit zeigen und sich verhalten, wie es Fans nun einmal tun. Also Lieder tauschen, Fotos ihrer Idole auf ihren Profilen zeigen, sich im Netz Videos ansehen usw.
Ich denke, das war schon immer so. Die Möglichkeiten des Internets machen dies deutlicher, ändern aber nichts an dem Sachverhalt.
Das heißt aber nicht, daß ich gegen das Urheberrecht wäre. Im Gegenteil, es stößt mir verdammt sauer auf, wenn sich eine Vertreterin der Piratenpartei hinstellt und das Prinzip des geistigen Eigentums als "ekelhaft" bezeichnet.
Am deutlichsten wird das bei der Musik:
Punkt 1) Instrumente sind verdammt teuer. Gerade junge Menschen und Nachwuchsbands müssen oft lange und hart sparen, bis sie sich diesen Traum erfüllen können. Dazu kommen noch die Mietpreise für die Proberäume. Dann dauert es oft lange, bis die ersten Titel vernünftig geprobt sind. Danach muß die CD produziert werden. Dieser ganze Vorgang, bis es eine Band endlich geschafft hat, dauert also verdammt lang und ist unheimlich teuer.
Punkt 2) Ein Autor muß (bis auf wenige Ausnahmefälle) etwa zehn bis zwölf Jahre seine Werke veröffentlichen, zu Lesungen fahren und präsent sein, bis er ÜBERHAUPT erstmal Geld verdient (das heißt noch lange nicht, daß er seine Kosten und seinen Aufwand wieder herein bekommt). Ein Buch braucht lange Zeit der Recherche, viele lange durchwachte Nächte, mehrfache Überarbeitung, bis es erstmal an einen Verlag übergeben werden kann.
Anfang dieses Jahres habe ich meine kleine Verlagsedition gegründet. Ich habe drei Jahre Blut und Plasma gespendet, Pfandflaschen und Altpapier gesammelt, mich nackt vor Kunstkurse gestellt und jeden Cent gespart wenn doch mal ein Buch oder ein Bild verkauft wurde, um jetzt die Druckkosten für Buchprojekte finanzieren zu können. Da ich zum Großteil Nachwuchsautoren fördere, bedeutet jedes Projekt ein großes Risiko, da ich nicht vorhersehen kann, wie die Bücher von den Lesern angenommen werden. Zwar hätte ich die Möglichkeit, das über Druckkostenzuschüsse abzufangen, aber das möchte ich nicht, da ich dieses Konzept für unseriös halte.
Niemand käme auf die Idee, von einem Bäcker zu verlangen, seine Brötchen umsonst herzugeben. Oder von einem Dachdecker zu fordern, ein Loch im Dach gratis auszubessern. Wieso also soll kreative Arbeit so herab gewürdigt werden? Und ja, es ist verdammt harte Arbeit!!!
Ich stimme absolut zu, daß eine Überarbeitung des Urheberrechts notwendig und sowohl im Interesse der Verbraucher als auch der Künstler ist.
Urheberrecht bedeutet, die Arbeit der Schaffer von Werken zu schützen und es kann nicht angehen, daß es in den letzten Jahren zum Geschäftsmodell für Verwertergesellschaften und geldgieriger Anwälte verkommen ist. Das heißt aber nicht, daß die Interessen von Urhebern nicht schützenswert sind!
Außerdem habe ich auch lautstark gegen die Acta-Maßnahmen protestiert.
Warum? Weil ich der Ansicht bin, kein Künstler ist daran interessiert, daß seine Fans kriminalisiert werden, weil sie ihre Begeisterung für seine Arbeit zeigen und sich verhalten, wie es Fans nun einmal tun. Also Lieder tauschen, Fotos ihrer Idole auf ihren Profilen zeigen, sich im Netz Videos ansehen usw.
Ich denke, das war schon immer so. Die Möglichkeiten des Internets machen dies deutlicher, ändern aber nichts an dem Sachverhalt.
Das heißt aber nicht, daß ich gegen das Urheberrecht wäre. Im Gegenteil, es stößt mir verdammt sauer auf, wenn sich eine Vertreterin der Piratenpartei hinstellt und das Prinzip des geistigen Eigentums als "ekelhaft" bezeichnet.
Am deutlichsten wird das bei der Musik:
Punkt 1) Instrumente sind verdammt teuer. Gerade junge Menschen und Nachwuchsbands müssen oft lange und hart sparen, bis sie sich diesen Traum erfüllen können. Dazu kommen noch die Mietpreise für die Proberäume. Dann dauert es oft lange, bis die ersten Titel vernünftig geprobt sind. Danach muß die CD produziert werden. Dieser ganze Vorgang, bis es eine Band endlich geschafft hat, dauert also verdammt lang und ist unheimlich teuer.
Punkt 2) Ein Autor muß (bis auf wenige Ausnahmefälle) etwa zehn bis zwölf Jahre seine Werke veröffentlichen, zu Lesungen fahren und präsent sein, bis er ÜBERHAUPT erstmal Geld verdient (das heißt noch lange nicht, daß er seine Kosten und seinen Aufwand wieder herein bekommt). Ein Buch braucht lange Zeit der Recherche, viele lange durchwachte Nächte, mehrfache Überarbeitung, bis es erstmal an einen Verlag übergeben werden kann.
Anfang dieses Jahres habe ich meine kleine Verlagsedition gegründet. Ich habe drei Jahre Blut und Plasma gespendet, Pfandflaschen und Altpapier gesammelt, mich nackt vor Kunstkurse gestellt und jeden Cent gespart wenn doch mal ein Buch oder ein Bild verkauft wurde, um jetzt die Druckkosten für Buchprojekte finanzieren zu können. Da ich zum Großteil Nachwuchsautoren fördere, bedeutet jedes Projekt ein großes Risiko, da ich nicht vorhersehen kann, wie die Bücher von den Lesern angenommen werden. Zwar hätte ich die Möglichkeit, das über Druckkostenzuschüsse abzufangen, aber das möchte ich nicht, da ich dieses Konzept für unseriös halte.
Niemand käme auf die Idee, von einem Bäcker zu verlangen, seine Brötchen umsonst herzugeben. Oder von einem Dachdecker zu fordern, ein Loch im Dach gratis auszubessern. Wieso also soll kreative Arbeit so herab gewürdigt werden? Und ja, es ist verdammt harte Arbeit!!!
Ich stimme absolut zu, daß eine Überarbeitung des Urheberrechts notwendig und sowohl im Interesse der Verbraucher als auch der Künstler ist.
Urheberrecht bedeutet, die Arbeit der Schaffer von Werken zu schützen und es kann nicht angehen, daß es in den letzten Jahren zum Geschäftsmodell für Verwertergesellschaften und geldgieriger Anwälte verkommen ist. Das heißt aber nicht, daß die Interessen von Urhebern nicht schützenswert sind!
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