Durch einen belanglosen Zufall stieß ich auf ein Heft der Reihe "Shadows of Love". Als Sammler erotischer Literatur und bekennender Freund des oftmals verpönten und doch immer gelesenen Mediums Heftroman griff ich natürlich zu. Und erlebte leider eine Enttäuschung.
Nach einer mißglückten Beziehung kehrt Claire Morgan nach Deutschland zurück und beginnt eine Arbeit bei einer Frankfurter Werbeagentur. Sie fühlt sich stark von ihrem älteren Chef angezogen, doch der ungeklärte Tod seiner Frau macht ihr Angst.
Die Geschichte erfüllt leider jedes Klischee und schon nach dem Lesen der Einleitung glaubt man, den Roman zu kennen. Und wenn man dennoch die Zeit investiert und ihn durchliest, wird man darin bestätigt. Es gibt keine überraschenden Höhepunkte und man muß weder Sherlock Holmes noch Jane Marple heißen, um die Auflösung um Larissas Tod vorher zu sehen.
Verständlich, daß die Autorin vermeiden wollte, ins pornografische abzugleiten, doch ein wenig mehr Pfeffer hätte ganz gut getan. Zwar sind die Sexszenen sehr detailliert beschrieben, wirken in ihrer trockenen, sachlichen Beschreibung aber leidenschafts- und emotionslos und kühl und sind etwa so aufregend wie das "Wort zum Sonntag".
Die Idee, eine regelmäßige Erotikreihe auf den Markt zu bringen, ist großartig, die Umsetzung leider nicht.
Ich werde die Reihe dennoch weiter im Auge behalten, vielleicht werde ich ja noch positiv überrascht.
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19 Oktober 2014
27 März 2014
Rezension: „Dein“ SM-Roman von Lilly Grünberg
Sophie Lorato ist gelangweilt. Kein Top erfüllt ihr Bedürfnis nach einem dominanten Herrn. Bis sie von einem geheimnisvollen Dom hört, der alle anderen übertreffen soll. Es gelingt ihr, von ihm als Sklavin angenommen zu werden. Doch es wird eine härtere Prüfung, als sie erwartet hat.
Wer eine Schilderung raffinierter Erziehungsspiele oder erotischer Exzesse erwartet, wird von diesem Roman enttäuscht werden. Darum geht es nur am Rande ein wenig.
Dafür aber wird die völlige Selbstaufgabe und totale Unterwerfung thematisiert.
Mehr ein härterer Liebesroman als ein reiner SM-Roman.
25 März 2014
Rezension: "Gespräch mit Goth" von Thomas Manegold
Ein SzeneDJ, der an sich selbst und seinem Leben verzweifelt und es doch nicht ändern kann, blickt zurück und versucht dennoch, nach vorn zu gehen.
Dabei werden seine Gedanken über die gesellschaftliche Situation, gescheiterte Autoren und eine Bewegung, die doch mal anders sein wollte, offenbart.
Und dann gibt es da doch noch einen Ort, wo er sich selbst leben kann.
Ich habe mal gesagt, ich habe die Schnauze voll von Büchern, in denen der Protagonist über sein Leben jammert, sich über die urbane Melancholie (schüttel) auslässt.
Was ist an Thomas Manegolds Roman anders?
Schlicht und einfach: TOM KANN ES!
So trifft wirklich jedes Wort schmerzhaft genau.
Vielleicht sollte man das Buch zwei mal lesen, denn die ungewohnte Erzählweise in Gedankenbildern und reinen Dialogen macht es beim ersten Mal schwer, nachzuvollziehen, welche Figur gerade erzählt.
Ebenfalls zu empfehlen: „Vorgespräch mit Goth“. Ein kleines Büchlein, das Auszüge aus dem Roman, aber auch neue Texte und eine CD von Lisa Morgenstern enthält.
Eine kleine Warnung: Dieses Buch sollte man nicht während eines depressiven Absturzes lesen
Dabei werden seine Gedanken über die gesellschaftliche Situation, gescheiterte Autoren und eine Bewegung, die doch mal anders sein wollte, offenbart.
Und dann gibt es da doch noch einen Ort, wo er sich selbst leben kann.
Ich habe mal gesagt, ich habe die Schnauze voll von Büchern, in denen der Protagonist über sein Leben jammert, sich über die urbane Melancholie (schüttel) auslässt.
Was ist an Thomas Manegolds Roman anders?
Schlicht und einfach: TOM KANN ES!
So trifft wirklich jedes Wort schmerzhaft genau.
Vielleicht sollte man das Buch zwei mal lesen, denn die ungewohnte Erzählweise in Gedankenbildern und reinen Dialogen macht es beim ersten Mal schwer, nachzuvollziehen, welche Figur gerade erzählt.
Ebenfalls zu empfehlen: „Vorgespräch mit Goth“. Ein kleines Büchlein, das Auszüge aus dem Roman, aber auch neue Texte und eine CD von Lisa Morgenstern enthält.
Eine kleine Warnung: Dieses Buch sollte man nicht während eines depressiven Absturzes lesen
22 März 2014
Rezension: „Alice vs. Wunderland – Eine Pubertäts Dramödie“ von Christian von Aster und K. Ninchen
Die junge Alice Liddell hat es nicht leicht. Probleme in der Schule, zu hause und dann macht auch noch ihr Freund Schluß.
Traurig folgt sie einem weißen Kaninchen mit Taschenuhr, das urplötzlich vor ihr auftaucht und sie in ein bizarres Fantasiereich führt.
Die Geschichte ist bekannt und so fragt man sich „Brauchen wir wirklich eine neue Version von Lewis Carrolls ‚Alice …’?“ – Die Antwort ist „Nein!“
Doch wenn diese neue Version mit dem großartigem Humor und der Liebe zu eleganten Sprachkapriolen eines Christian von Aster erzählt wird, dazu die Bilder von benSwerk, die irgendwo zwischen Kinderbuchillustration, PunkArt und Tim-Burton-Film liegen, ist es egal, ob wir ein solches Buch ‚brauchen’ – MAN WILL ES!
Traurig folgt sie einem weißen Kaninchen mit Taschenuhr, das urplötzlich vor ihr auftaucht und sie in ein bizarres Fantasiereich führt.
Die Geschichte ist bekannt und so fragt man sich „Brauchen wir wirklich eine neue Version von Lewis Carrolls ‚Alice …’?“ – Die Antwort ist „Nein!“
Doch wenn diese neue Version mit dem großartigem Humor und der Liebe zu eleganten Sprachkapriolen eines Christian von Aster erzählt wird, dazu die Bilder von benSwerk, die irgendwo zwischen Kinderbuchillustration, PunkArt und Tim-Burton-Film liegen, ist es egal, ob wir ein solches Buch ‚brauchen’ – MAN WILL ES!
21 März 2014
Rezension: „Metamorphosen – Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“
Mit seinem Cthuluh-Mythos schuf Howard P. Lovecraft ein Werk, das die moderne Horrorliteratur beeinflussen sollte, wie nichts anderes.
Kein Wunder, daß sich viele Bücher, Filme und Comics mit dieser Thematik befassen.
Diese Anthologie reiht sich perfekt darin ein und bricht doch daraus hervor.
Denn hier kommt der Schrecken nicht von den Sternen, den Dimensionen zwischen den Türen oder den Tiefen der Ozeane. Er mag dort seinen Ursprung haben, doch ist schon lange bei uns angekommen.
Shoggoten, Deep Ones, Mi-Go oder Wesen, die Dienerkreaturen, Große Alte oder sogar einer der Älteren Götter sein könnten, leben in menschlicher Gestalt auf der Erde und warten darauf, daß die Sterne in der richtigen Konstellation stehen und Cthulhu aus seinem Schlaf erwacht.
Die Figuren stehen dem Grauen hilflos gegenüber und nicht nur einmal muß der Protagonist einer Geschichte erkennen, wie wenig er bisher über seine wahre Natur wußte.
Mit Beiträgen von Christian Damerow, Jan-Christoph Prüfer, Carsten Steenberger, Nina Horvath, Thomas Backus, Sabrina Eberl, Marco Bianchi, Samuel White, Chris Schlicht, Markus Niebrios, Christian Stobbe, Sascha Erni, Robin Hascher, Timo Bader
Erschienen im Verlag Torsten Low
Kein Wunder, daß sich viele Bücher, Filme und Comics mit dieser Thematik befassen.
Diese Anthologie reiht sich perfekt darin ein und bricht doch daraus hervor.
Denn hier kommt der Schrecken nicht von den Sternen, den Dimensionen zwischen den Türen oder den Tiefen der Ozeane. Er mag dort seinen Ursprung haben, doch ist schon lange bei uns angekommen.
Shoggoten, Deep Ones, Mi-Go oder Wesen, die Dienerkreaturen, Große Alte oder sogar einer der Älteren Götter sein könnten, leben in menschlicher Gestalt auf der Erde und warten darauf, daß die Sterne in der richtigen Konstellation stehen und Cthulhu aus seinem Schlaf erwacht.
Die Figuren stehen dem Grauen hilflos gegenüber und nicht nur einmal muß der Protagonist einer Geschichte erkennen, wie wenig er bisher über seine wahre Natur wußte.
Mit Beiträgen von Christian Damerow, Jan-Christoph Prüfer, Carsten Steenberger, Nina Horvath, Thomas Backus, Sabrina Eberl, Marco Bianchi, Samuel White, Chris Schlicht, Markus Niebrios, Christian Stobbe, Sascha Erni, Robin Hascher, Timo Bader
Erschienen im Verlag Torsten Low
19 März 2014
Rezension: "Für alle benutzbar" SM-Roman von Alex Lain
Es geht um eine junge devote Frau, die von ihrem Herrn anderen Männern zur sexuellen Benutzung vorgeführt wird. Mehr ist über die Handlung nicht zu sagen.
Der Verlag "Blue Panther Books" hat einen gewissen Ruf, was erotische Literatur betrifft. Höchstwahrscheinlich auch zu Recht (ich kenne zu wenig aus dem Verlagsprogramm, um darüber ein Urteil abgeben zu können)
Doch dieses Buch bestätigt diesen Ruf absolut nicht.
Eine Geschichte wird nicht erzählt. Vielmehr erinnert das Buch an eine dieser Episodengeschichten, wie sie in einigen SM-Internetforen üblich sind.
Als Extrem-Fantasie kann man dieses Buch vielleicht durchgehen lassen (obwohl es dafür zu langweilig ist)
Aber als Anregung oder zur Nachahmung ist es nicht zu empfehlen. Da wäre es bedenklich oder sogar gefährlich und würde die Grenze zur Vergewaltigung mehrfach überschreiten.
(Das zwischenmenschliche Element fehlt völlig, Safewort und Ampelcode scheinen nicht zu existieren, je ekliger und brutaler Sklaven und Sklavinnen gequält werden desto besser, Sie dürfen von jedem ohne Ausnahme und ohne Vetorecht benutzt werden)
Ich habe nichts dagegen, wenn SM-Literatur auch mal heftiger wird, aber hier fehlt jeder Anreiz, der das rechtfertigen würde.
Ich werde mir trotzdem weiter Bücher dieses Verlags zulegen und hoffe auf Besseres
Der Verlag "Blue Panther Books" hat einen gewissen Ruf, was erotische Literatur betrifft. Höchstwahrscheinlich auch zu Recht (ich kenne zu wenig aus dem Verlagsprogramm, um darüber ein Urteil abgeben zu können)
Doch dieses Buch bestätigt diesen Ruf absolut nicht.
Eine Geschichte wird nicht erzählt. Vielmehr erinnert das Buch an eine dieser Episodengeschichten, wie sie in einigen SM-Internetforen üblich sind.
Als Extrem-Fantasie kann man dieses Buch vielleicht durchgehen lassen (obwohl es dafür zu langweilig ist)
Aber als Anregung oder zur Nachahmung ist es nicht zu empfehlen. Da wäre es bedenklich oder sogar gefährlich und würde die Grenze zur Vergewaltigung mehrfach überschreiten.
(Das zwischenmenschliche Element fehlt völlig, Safewort und Ampelcode scheinen nicht zu existieren, je ekliger und brutaler Sklaven und Sklavinnen gequält werden desto besser, Sie dürfen von jedem ohne Ausnahme und ohne Vetorecht benutzt werden)
Ich habe nichts dagegen, wenn SM-Literatur auch mal heftiger wird, aber hier fehlt jeder Anreiz, der das rechtfertigen würde.
Ich werde mir trotzdem weiter Bücher dieses Verlags zulegen und hoffe auf Besseres
18 März 2014
Rezension: "Tecumah und der Wal" von Marcel Schmäling und Kindern des Kindergartens St. Georg Pöring
Der Indianerjunge Tecumah bekommt auf einer Jagd Angst und flieht. Seitdem wird er vom ganzen Stamm verspottet.
Bei einer Waljagd bekommt er eine zweite Chance, doch auch da kann er keine Beute machen. Diesmal allerdings nicht aus Angst, sondern aus Mitleid. Als ein Sturm die Boote zum Kentern bringt, wird er dafür belohnt.
Ein schönes Märchen zum Vorlesen für Vorschulkinder, das Verständnis für die indianische Kultur und einen respektvollen Umgang mit allen Lebewesen vermittelt.
Gerade die Zusammenarbeit mit einem Kindergarten an dem Projekt macht das Buch zu etwas ganz Besonderem.
Hier geht es zum Traumfänger-Verlag
Bei einer Waljagd bekommt er eine zweite Chance, doch auch da kann er keine Beute machen. Diesmal allerdings nicht aus Angst, sondern aus Mitleid. Als ein Sturm die Boote zum Kentern bringt, wird er dafür belohnt.
Ein schönes Märchen zum Vorlesen für Vorschulkinder, das Verständnis für die indianische Kultur und einen respektvollen Umgang mit allen Lebewesen vermittelt.
Gerade die Zusammenarbeit mit einem Kindergarten an dem Projekt macht das Buch zu etwas ganz Besonderem.
Hier geht es zum Traumfänger-Verlag
11 März 2014
Rezension: "Wie ein Funke im Feuer" von Kerstin Groeper
Black Hills 1790
Auf einem Erkundungsritt treffen die Lakota Tanzt-im-Feuer und Taschunka-Ayuchtata auf ein Cheyenne-Mädchen. Damit sie ihrem Volk nichts von der Anwesenheit der Lakota sagen kann, verwunden sie sie. Doch Tanzt-im-Feuer bekommt Mitleid und verhindert, daß sein Bruder sie tötet. Seitdem geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf.
Sein Bruder entführt sie später während eines Raubzugs und macht sie Tanzt-im-Feuer zum Geschenk. Doch dieser entscheidet sich, sie zu ihrem Volk zurück zu bringen.
Auf dem Weg verlieben sich Taischeé und Tanzt-im-Feuer ineinander.
Das Cheyenne-Dorf jedoch ist weiter gezogen und so ist es ein weiter und harter Weg, bis es zu einem freundschaftlichen Bündnis der Stämme kommt.
Kerstin Groeper verlegt die Handlung ihres Romans ins späte 18. Jahrhundert.
Die Weißen sind noch nicht so tief ins Innere des amerikanischen Kontinents vorgedrungen und so befasst sich der Roman ausschließlich mit der Lebensweise der Indianer und ihrer Beziehung zu anderen Stämmen.
Und doch wird schon deutlich, was nicht einmal 100 Jahre später zu ihrer tragischen Niederlage führen wird: Die Rivalitäten und Feindseligkeiten der Stämme untereinander schwächen die Völker.
„Wie ein Funke im Feuer" – dieser poetische Titel scheint auf den ersten Blick in keinem Zusammenhang zu dem Roman zu stehen.
Doch wenn man die Lebensweise der Indianer genau betrachtet, beschreibt er diese am besten. Der einzelne Indianer ist wie ein Funke, ein wichtiger Teil des ganzen Stammes (oder Feuers, um beim Bild zu bleiben). Doch wenn dieser Funke abgebrannt und erloschen ist, brennt das große Feuer dennoch weiter.
So endet die Geschichte mit dem Tod Tanzt-im Feuers auch nicht, sondern wird von anderen weitergetragen. Andere kleine Funken und Flammen, die das große Ganze am Leben halten.
Kerstin Groeper hat selbst viele Kontakte zu amerikanischen Urweinwohnern und beschäftigt sich sehr viel mit indianischer Kultur.
So kann sie völlig unverklärt ein lebendiges und authentisches Bild der alten Lebensweise in ihren Büchern widerspiegeln.
Wie gewohnt werden im Anhang des Buches einige beachtens- und unterstützenswerte Hilfsprojekte vorgestellt.
Der Traumfänger-Verlag hat auch einen Stand auf der Leipziger Buchmesse und die Mitarbeiter freuen sich auf Besucher und ihre Fragen.
Auf einem Erkundungsritt treffen die Lakota Tanzt-im-Feuer und Taschunka-Ayuchtata auf ein Cheyenne-Mädchen. Damit sie ihrem Volk nichts von der Anwesenheit der Lakota sagen kann, verwunden sie sie. Doch Tanzt-im-Feuer bekommt Mitleid und verhindert, daß sein Bruder sie tötet. Seitdem geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf.
Sein Bruder entführt sie später während eines Raubzugs und macht sie Tanzt-im-Feuer zum Geschenk. Doch dieser entscheidet sich, sie zu ihrem Volk zurück zu bringen.
Auf dem Weg verlieben sich Taischeé und Tanzt-im-Feuer ineinander.
Das Cheyenne-Dorf jedoch ist weiter gezogen und so ist es ein weiter und harter Weg, bis es zu einem freundschaftlichen Bündnis der Stämme kommt.
Kerstin Groeper verlegt die Handlung ihres Romans ins späte 18. Jahrhundert.
Die Weißen sind noch nicht so tief ins Innere des amerikanischen Kontinents vorgedrungen und so befasst sich der Roman ausschließlich mit der Lebensweise der Indianer und ihrer Beziehung zu anderen Stämmen.
Und doch wird schon deutlich, was nicht einmal 100 Jahre später zu ihrer tragischen Niederlage führen wird: Die Rivalitäten und Feindseligkeiten der Stämme untereinander schwächen die Völker.
„Wie ein Funke im Feuer" – dieser poetische Titel scheint auf den ersten Blick in keinem Zusammenhang zu dem Roman zu stehen.
Doch wenn man die Lebensweise der Indianer genau betrachtet, beschreibt er diese am besten. Der einzelne Indianer ist wie ein Funke, ein wichtiger Teil des ganzen Stammes (oder Feuers, um beim Bild zu bleiben). Doch wenn dieser Funke abgebrannt und erloschen ist, brennt das große Feuer dennoch weiter.
So endet die Geschichte mit dem Tod Tanzt-im Feuers auch nicht, sondern wird von anderen weitergetragen. Andere kleine Funken und Flammen, die das große Ganze am Leben halten.
Kerstin Groeper hat selbst viele Kontakte zu amerikanischen Urweinwohnern und beschäftigt sich sehr viel mit indianischer Kultur.
So kann sie völlig unverklärt ein lebendiges und authentisches Bild der alten Lebensweise in ihren Büchern widerspiegeln.
Wie gewohnt werden im Anhang des Buches einige beachtens- und unterstützenswerte Hilfsprojekte vorgestellt.
Der Traumfänger-Verlag hat auch einen Stand auf der Leipziger Buchmesse und die Mitarbeiter freuen sich auf Besucher und ihre Fragen.
26 Januar 2014
Rezension: "Grindhouse Splatter" von Marc Gore
Der Splatterpunk lebt!
Selbst im Untergund nur eine Grenzerscheinung, wuchert und wächst dieses böse Geschwür der Literatur weiter im Verborgenen, um von Zeit zu Zeit ekelerregend hervor zu brechen.
Marc Gore ist ein besonders bösartiger Vertreter dieser Form harten Horrors. Vielleicht ist er kein literarisches Genie wie Clive Barker, aber das will er auch nicht sein.
Er will seinen Lesern in die Fresse treten, sie mit Blut bespucken, und sie mit den Innereien seiner Protagonisten bewerfen.
Und genau das tut er gnadenlos mit seinen Geschichten.
Die Wesen liebgewonnener Gruselgeschichten oder alter Trashfilme werden in schmutzigerer Gestalt als jemals zuvor wiedergeboren und greifen brutaler an, als man sie kennt.
Ohne Aussicht auf Hoffnung werden die Figuren von einem übervollen Blutfluss fortgespült.
Nichts für Liebhaber feinsinnigen Grusels, aber Freunde des harten Horrors kommen hier auf ihre Kosten wie schon lange nicht mehr.
Die Bilder der Fotografin und Fotografikerin Sonja Bender spiegeln die Brutalität der Geschichten ungeschönt und dennoch makaber reizvoll wider.
Ein Vorwort des Horrorexperten Thomas Backus und ein Klappentext der bezaubernden Rona Walter runden das Buch ab.
Selbst im Untergund nur eine Grenzerscheinung, wuchert und wächst dieses böse Geschwür der Literatur weiter im Verborgenen, um von Zeit zu Zeit ekelerregend hervor zu brechen.
Marc Gore ist ein besonders bösartiger Vertreter dieser Form harten Horrors. Vielleicht ist er kein literarisches Genie wie Clive Barker, aber das will er auch nicht sein.
Er will seinen Lesern in die Fresse treten, sie mit Blut bespucken, und sie mit den Innereien seiner Protagonisten bewerfen.
Und genau das tut er gnadenlos mit seinen Geschichten.
Die Wesen liebgewonnener Gruselgeschichten oder alter Trashfilme werden in schmutzigerer Gestalt als jemals zuvor wiedergeboren und greifen brutaler an, als man sie kennt.
Ohne Aussicht auf Hoffnung werden die Figuren von einem übervollen Blutfluss fortgespült.
Nichts für Liebhaber feinsinnigen Grusels, aber Freunde des harten Horrors kommen hier auf ihre Kosten wie schon lange nicht mehr.
Die Bilder der Fotografin und Fotografikerin Sonja Bender spiegeln die Brutalität der Geschichten ungeschönt und dennoch makaber reizvoll wider.
Ein Vorwort des Horrorexperten Thomas Backus und ein Klappentext der bezaubernden Rona Walter runden das Buch ab.
10 Januar 2014
Rezension: "Jule und der verschollene Hengst" von Jan Flieger
Jule ist sauer auf ihre Eltern. Denn diese haben den Hengst „Blacky“, den sie von ihrer Großmutter geerbt hat, verkauft. Nach Wochen geschieht ein Wunder: sie erklären sich bereit, „Blacky“ zurück zu kaufen. Doch dabei gibt es ein Problem, denn „Blacky“ ist in Tokio. So bricht Jule mit ihrem Vater auf, ihr geliebtes Pferd zu suchen.
Der selbe Jan Flieger, der sich in seinen Kriminalromanen mit einen solchen psychologischem Gespür in die Gedankenwelten von Serienkillern und Mördern versetzen kann, daß man Angst vor ihm bekommen könnte, beweist mit diesem Buch, daß seine Empathie auch in andere Richtungen reicht.
Und so fühlt der Leser die Verzweiflung, Hoffnung und Angst seiner jungen Heldin mit.
Wie in seinem Krimi „Man stirbt nicht lautlos in Tokyo“ schildert er das bizarr und fremdartig erscheinende Leben in der Millionenmetropole fast greifbar real.
Das Buch ist bewusst einfach geschrieben, um junge Leserinnen bis etwa 10 Jahre anzusprechen. Dies ist aber kein Kritikpunkt, sondern ist dem Thema und der Zielgruppe genau angemessen.
Der selbe Jan Flieger, der sich in seinen Kriminalromanen mit einen solchen psychologischem Gespür in die Gedankenwelten von Serienkillern und Mördern versetzen kann, daß man Angst vor ihm bekommen könnte, beweist mit diesem Buch, daß seine Empathie auch in andere Richtungen reicht.
Und so fühlt der Leser die Verzweiflung, Hoffnung und Angst seiner jungen Heldin mit.
Wie in seinem Krimi „Man stirbt nicht lautlos in Tokyo“ schildert er das bizarr und fremdartig erscheinende Leben in der Millionenmetropole fast greifbar real.
Das Buch ist bewusst einfach geschrieben, um junge Leserinnen bis etwa 10 Jahre anzusprechen. Dies ist aber kein Kritikpunkt, sondern ist dem Thema und der Zielgruppe genau angemessen.
08 Januar 2014
Rezension: "Der Fluch von Fort Henry" von Ronda Baker-Summer
1859. Der Kommandant von Fort Henry, Peter James, bringt seine todkranke Frau zu dem indianischen Schamanen Anashibene. Doch auch der kann sie nicht mehr retten. Daraufhin lässt der Colonel Anashibene aufhängen. Vor seinem Tod spricht der Schamane einen Fluch über die Familie des Colonels aus.
150 Jahre später. Fort Henry ist ein „lebendes Museum“, in dem jedes Jahr das Leben im 18. Jahrhundert nachgestellt wird. Kommandant ist in diesem Jahr der Geschichtsprofessor Lawrence Winters, der 16 seiner Studenten mitbringt.
Doch einer der Teilnehmer des Projekts verschwindet und wird ermordet und zerstückelt aufgefunden.
Nur der Student Duncan Bright glaubt, daß sich der alte Fluch erfüllen könnte.
Der zuständige Detective Perkins sucht eher nach einem psychopathischen Serienkiller, gewaltbereiten Indianern oder fanatischen Indianerhassern.
Niemand denkt, daß all das gleichermaßen zutreffen könnte.
Etwa bis zur Mitte des Buches ist es ein klassischer Kriminalroman, bei dem man versucht, den Täter mitzuraten.
Dann ändert es sich und der Leser wird mit einem Geiseldrama konfrontiert.
Beides gute Zutaten für einen Thriller.
Natürlich enthält auch dieses Buch viele kritische Ansätze. Einen bedeutenden Teil der Auflösung des Konflikts trägt Frank Peters bei, ein Opfer eines dunklen Kapitels neuerer kanadischer Geschichte.
Die verschiedenen Motive und Handelsweisen der Figuren, die unabhängig voneinander doch zum gleichen Punkt führen, verleihen dem Buch ein kleines bißchen „Twin Peaks“-Flair.
Und auch ein wenig Mystery ist dabei, ist es doch am Ende Anashibene selbst, der 150 Jahre nach seinem Tod noch den letzten entscheidenden Hinweis gibt.
Das Ende ist vielleicht ein wenig zu versöhnlich, doch sonst ein spannend zu lesendes Buch.
Auf den letzten Seiten werden noch ein paar interessante und unterstützenswerte Hilfsprogramme und –projekte vorgestellt, mit denen man sich gern mal befassen darf
150 Jahre später. Fort Henry ist ein „lebendes Museum“, in dem jedes Jahr das Leben im 18. Jahrhundert nachgestellt wird. Kommandant ist in diesem Jahr der Geschichtsprofessor Lawrence Winters, der 16 seiner Studenten mitbringt.
Doch einer der Teilnehmer des Projekts verschwindet und wird ermordet und zerstückelt aufgefunden.
Nur der Student Duncan Bright glaubt, daß sich der alte Fluch erfüllen könnte.
Der zuständige Detective Perkins sucht eher nach einem psychopathischen Serienkiller, gewaltbereiten Indianern oder fanatischen Indianerhassern.
Niemand denkt, daß all das gleichermaßen zutreffen könnte.
Etwa bis zur Mitte des Buches ist es ein klassischer Kriminalroman, bei dem man versucht, den Täter mitzuraten.
Dann ändert es sich und der Leser wird mit einem Geiseldrama konfrontiert.
Beides gute Zutaten für einen Thriller.
Natürlich enthält auch dieses Buch viele kritische Ansätze. Einen bedeutenden Teil der Auflösung des Konflikts trägt Frank Peters bei, ein Opfer eines dunklen Kapitels neuerer kanadischer Geschichte.
Die verschiedenen Motive und Handelsweisen der Figuren, die unabhängig voneinander doch zum gleichen Punkt führen, verleihen dem Buch ein kleines bißchen „Twin Peaks“-Flair.
Und auch ein wenig Mystery ist dabei, ist es doch am Ende Anashibene selbst, der 150 Jahre nach seinem Tod noch den letzten entscheidenden Hinweis gibt.
Das Ende ist vielleicht ein wenig zu versöhnlich, doch sonst ein spannend zu lesendes Buch.
Auf den letzten Seiten werden noch ein paar interessante und unterstützenswerte Hilfsprogramme und –projekte vorgestellt, mit denen man sich gern mal befassen darf
07 Januar 2014
Rezension: Lori Handeland "Shakespeare Undead - Der Untoten Zähmung
Katherine Dymond ist eine Zombiejägerin im London des Jahres 1616. Versehentlich tötet sie bei einer ihrer Jagden einen jungen Mann. Von schweren Gewissensbissen geplagt zieht sie sich zurück. Doch dann trifft sie ihn wieder und verliebt sich in ihn. Was sie nicht weiß: Er ist ein Vampir, der sich in der Vergangenheit selbst der Zombies bedient hat. Sein Name: William Shakespeare.
Gemeinsam versuchen sie, hinter das Geheimnis der Zombiearmee zu kommen, die London zu überrennen droht.
Die Zombies in dieser Geschichte sind eine eigenartige Mischung aus den gelenkten Toten der mythologischen Überlieferung und der modernen Interpretation, die auf George R. Romero zurück geht.
Der Roman an sich dümpelt eher belanglos in einer ganzen Flut pseudoromantischer Pseudogruselromane, die dutzendfach auf den Markt geworfen werden.
Lesenswert ist er nur wegen der vielen Anspielungen auf die Werke des wirklichen William Shakespeare, die in die Geschichte verflochten werden. Und auf die vielen anderen Werke, die wohl auf sein Konto hätten gehen können, wäre er tatsächlich auch körperlich unsterblich gewesen.
Man kann das Buch lesen und vielleicht auch Spaß daran haben, aber man hat auch nichts verpasst, wenn man es nicht kennt.
Hier gibt Clint Eastmouse noch seinen Senf dazu ab
Gemeinsam versuchen sie, hinter das Geheimnis der Zombiearmee zu kommen, die London zu überrennen droht.
Die Zombies in dieser Geschichte sind eine eigenartige Mischung aus den gelenkten Toten der mythologischen Überlieferung und der modernen Interpretation, die auf George R. Romero zurück geht.
Der Roman an sich dümpelt eher belanglos in einer ganzen Flut pseudoromantischer Pseudogruselromane, die dutzendfach auf den Markt geworfen werden.
Lesenswert ist er nur wegen der vielen Anspielungen auf die Werke des wirklichen William Shakespeare, die in die Geschichte verflochten werden. Und auf die vielen anderen Werke, die wohl auf sein Konto hätten gehen können, wäre er tatsächlich auch körperlich unsterblich gewesen.
Man kann das Buch lesen und vielleicht auch Spaß daran haben, aber man hat auch nichts verpasst, wenn man es nicht kennt.
Hier gibt Clint Eastmouse noch seinen Senf dazu ab
07 Oktober 2013
Rezension: Dämonenland 10 "Die Voodoo-Königin" von Earl Warren
Als nick Blake einen panischen Anruf seines Freundes Dr. Oren Marshall erhält, hält er dessen Schilderung, er würde von einem lebenden Toten verfolgt, für Phantastereien. Doch kurz darauf ist Dr. Marshall tot.
Gemeinsam mit seiner Frau Sandra geht Nick dem Vorfall nach und stößt auf eine Voodoo-Verschwörung. Ziel der Hexe Lierva ist nichts geringeres als die Weltherrschaft.
Dieser Roman entstand 1973, und das merkt man ihm an. Denn er erinnert an eine typische 70er Jahre Krimiserie. "Hart aber herzlich" mit Voodoo-Touch. Das soll jetzt aber keine Abwertung des Romans sein. Gerade Nostalgiker werden ihn lieben.
Besonders positiv ist, daß die Zombies hier nicht als herumlaufende Leichen, die Menschen fressen, sondern kulturhistorisch korrekt beschrieben werden.
Nur die Auflösung der Identität der Hexe ist enttäuschend, da diese sich schon nach den ersten Seiten verrät.
Kein Höhepunkt der Reihe, aber ein schöner und guter Horror-Krimi.
Ursprünglich erschienen als Gespenster-Krimi Band 21
Hier gibt es das Titelbild des Romans
Gemeinsam mit seiner Frau Sandra geht Nick dem Vorfall nach und stößt auf eine Voodoo-Verschwörung. Ziel der Hexe Lierva ist nichts geringeres als die Weltherrschaft.
Dieser Roman entstand 1973, und das merkt man ihm an. Denn er erinnert an eine typische 70er Jahre Krimiserie. "Hart aber herzlich" mit Voodoo-Touch. Das soll jetzt aber keine Abwertung des Romans sein. Gerade Nostalgiker werden ihn lieben.
Besonders positiv ist, daß die Zombies hier nicht als herumlaufende Leichen, die Menschen fressen, sondern kulturhistorisch korrekt beschrieben werden.
Nur die Auflösung der Identität der Hexe ist enttäuschend, da diese sich schon nach den ersten Seiten verrät.
Kein Höhepunkt der Reihe, aber ein schöner und guter Horror-Krimi.
Ursprünglich erschienen als Gespenster-Krimi Band 21
Hier gibt es das Titelbild des Romans
Rezension: "Auf den Schwingen der Hölle" von Jan Flieger
Bachmann kennt nur ein Ziel: den Tod Heiko Emmerleins, des Mörders seiner Tochter. Als Emmerlein aus der Haft entlassen wird, folgt Bachmann ihm auf die Lofoten. Wie im Wahn folgt er Emmerleins Spur, ohne Rücksicht auf seine Frau, die immer tiefer in ihren Depressionen versinkt. Und auch er selbst verliert sich im Verfolgungswahn.
Wieder ein sehr schweres Buch von Jan Flieger.
Denn obwohl man die Motivation Bachmanns fragwürdig findet, fühlt man doch auch mit ihm und hofft mit ihm. (Und fühlt sich schlecht deswegen)
Und auch seine Paranoia erfasst den Leser.
Ich habe das Buch mit einem mal durchgelesen, denn weglegen konnte ich es einfach nicht.
Am 16.10. liest Jan Flieger in der Kleinen Galerie in Hohenstein-Ernstthal
Hier die näheren Infos
Wieder ein sehr schweres Buch von Jan Flieger.
Denn obwohl man die Motivation Bachmanns fragwürdig findet, fühlt man doch auch mit ihm und hofft mit ihm. (Und fühlt sich schlecht deswegen)
Und auch seine Paranoia erfasst den Leser.
Ich habe das Buch mit einem mal durchgelesen, denn weglegen konnte ich es einfach nicht.
Am 16.10. liest Jan Flieger in der Kleinen Galerie in Hohenstein-Ernstthal
Hier die näheren Infos
06 Oktober 2013
Rezension: Dämonenland 9 "Das doppelte Gesicht" von Rebecca LaRoche
Band 7 und Band 8 der Reihe fehlen mir leider noch, weswegen ich mit Band 9 weitermache. (Hier eine Liste der Hefte, die ich noch suche)
Der Reporter Owen King trifft eine vermisste Freundin wieder, die ihn nicht erkennt. Er muß sich geirrt haben. Doch ihr Gesicht ist einfach unverwechselbar. Er forscht nach und trifft auf einen ebenso genialen wie wahnsinnigen Arzt, der eine völlig eigene Art der Transplantation entwickelt hat.
Eigentlich ein schöner Ansatz für einen Roman. Aber die Kombination "verrückter Wissenschaftler beschwört Dämon und beherrscht Zombies" wirkt dann leider etwas überzogen. Zumal seine Gegenspieler wie die typischen heldenhaft-unfehlbaren Geisterjäger rüberkommen, die man aus vielen Romanserien kennt.
Meiner Meinung nach eine Schwachstelle der sonst wirklich großartigen Reihe.
Ursprünglich veröffentlicht als Gespenster-Krimi Band 116
Hier geht es zum Titelbild des Romans
Der Reporter Owen King trifft eine vermisste Freundin wieder, die ihn nicht erkennt. Er muß sich geirrt haben. Doch ihr Gesicht ist einfach unverwechselbar. Er forscht nach und trifft auf einen ebenso genialen wie wahnsinnigen Arzt, der eine völlig eigene Art der Transplantation entwickelt hat.
Eigentlich ein schöner Ansatz für einen Roman. Aber die Kombination "verrückter Wissenschaftler beschwört Dämon und beherrscht Zombies" wirkt dann leider etwas überzogen. Zumal seine Gegenspieler wie die typischen heldenhaft-unfehlbaren Geisterjäger rüberkommen, die man aus vielen Romanserien kennt.
Meiner Meinung nach eine Schwachstelle der sonst wirklich großartigen Reihe.
Ursprünglich veröffentlicht als Gespenster-Krimi Band 116
Hier geht es zum Titelbild des Romans
05 Oktober 2013
Rezension: Dämonenland Heft 6 "Geisterpiraten" von Hal W. Leon
Die Journalisten Frank Farring und Tom Bixby gehen auf einer Pazifikinsel der Legende um eine spukende Piratenmannschaft nach. Captain Blackbeard und seiner Mannschaft sollen ihre Seelen dem Teufel verkauft haben und seitdem als Geister umgehen
Zur gleichen Zeit rettet sich der schiffbrüchige Engländer Jack McDevitt auf ein treibendes altes Schiff. Entsetzt stellt er fest, daß es nur mit Skeletten bemannt ist.
Die Reporter lassen sich auf die Teufelsinsel fahren, wo das Versteck der Piraten vermutet wird. Sie finden den Unterschlupf, doch auch die verfluchten Piraten tauchen auf. Frank und Tom können Jack und zwei weitere Opfer der Piraten retten. Als sie den alten Schatz finden, müssen sie sich nicht mehr nur gegen die untoten Piraten verteidigen, sondern es kommt auch zu Rivalitäten untereinander.
Dieser Roman ist für das Dämonen-Land, das meist eher auf feinsinnigeren Grusel baute, ungewöhnlich heftig. Gleichzeitig ein Roman, der gängige Horrorklischees bediente. Dies aber nicht platt und abgedroschen, sondern eben so, wie der Horrorfan sie liebt.
Ursprünglich erschienen als Vampir-Horror-Roman Band 167
Hier gibt es das Titelbild des Romans
Zur gleichen Zeit rettet sich der schiffbrüchige Engländer Jack McDevitt auf ein treibendes altes Schiff. Entsetzt stellt er fest, daß es nur mit Skeletten bemannt ist.
Die Reporter lassen sich auf die Teufelsinsel fahren, wo das Versteck der Piraten vermutet wird. Sie finden den Unterschlupf, doch auch die verfluchten Piraten tauchen auf. Frank und Tom können Jack und zwei weitere Opfer der Piraten retten. Als sie den alten Schatz finden, müssen sie sich nicht mehr nur gegen die untoten Piraten verteidigen, sondern es kommt auch zu Rivalitäten untereinander.
Dieser Roman ist für das Dämonen-Land, das meist eher auf feinsinnigeren Grusel baute, ungewöhnlich heftig. Gleichzeitig ein Roman, der gängige Horrorklischees bediente. Dies aber nicht platt und abgedroschen, sondern eben so, wie der Horrorfan sie liebt.
Ursprünglich erschienen als Vampir-Horror-Roman Band 167
Hier gibt es das Titelbild des Romans
04 Oktober 2013
Rezension: Dämonenland 75 "Das Böse lebt" von A.F. Morland
Let´s do the Time-Warp again... and again... and again...
Mit dne Rezis zum Dämonen-Land springe ich immer gern zurück in die Zeit, in der dies Reihe aller 14 Tage erschien. Nun breche ich wieder mal die Reihenfolge auf, springe von Heft 5 zu Heft 75, vom ersten "Tony Ballard"-Roman zum endgültig und definitiv letzten.
Tony Ballard hat gesiegt. Asmodis, der Herr der Hölle, ist tot und mit ihm starb die Hölle selbst. Zumindest schien es so, denn Loxagon, Asmodis´ Sohn, lebt und erschafft die Hölle neu. Und außerdem erschafft er einen mächtigen Dämon mit nur einer Aufgabe: sich an den Feinden der Hölle zu rächen. Vor allem an Tony Ballard!
Und so verwandelt der Höllenrichter Zeeneth alle Freunde der Ballards in seine Sklaven, während Tony sich und seine Familie in Sicherheit glaubt.
Dieser Roman ist wirklich ein gelungener Thriller.
Der Leser erlebt mit, wie sich das Netz um den ahnungslosen Tony Ballard immer fester zieht, bis das Grauen in den ganz normalen Alltag einbricht.
Noch einmal kommen die langjährigen Fans des Geisterjägers zu dem Vergnügen, einen neuen Roman aus der Serie zu lesen.
Umso größer der Schock, wenn sie mit einem Ende konfrontiert werden, das für die ganzen Geister-/Gespenster-/Dämonenjäger-Serien mehr als ungewöhnlich ist.
Und genau DAS macht den besonderen Reiz und die Qualität dieses Romans aus.
Dieser Roman war eine Erstveröffentlichung im Dämonen-Land.
HIER gibt es das Titelbild
Mit dne Rezis zum Dämonen-Land springe ich immer gern zurück in die Zeit, in der dies Reihe aller 14 Tage erschien. Nun breche ich wieder mal die Reihenfolge auf, springe von Heft 5 zu Heft 75, vom ersten "Tony Ballard"-Roman zum endgültig und definitiv letzten.
Tony Ballard hat gesiegt. Asmodis, der Herr der Hölle, ist tot und mit ihm starb die Hölle selbst. Zumindest schien es so, denn Loxagon, Asmodis´ Sohn, lebt und erschafft die Hölle neu. Und außerdem erschafft er einen mächtigen Dämon mit nur einer Aufgabe: sich an den Feinden der Hölle zu rächen. Vor allem an Tony Ballard!
Und so verwandelt der Höllenrichter Zeeneth alle Freunde der Ballards in seine Sklaven, während Tony sich und seine Familie in Sicherheit glaubt.
Dieser Roman ist wirklich ein gelungener Thriller.
Der Leser erlebt mit, wie sich das Netz um den ahnungslosen Tony Ballard immer fester zieht, bis das Grauen in den ganz normalen Alltag einbricht.
Noch einmal kommen die langjährigen Fans des Geisterjägers zu dem Vergnügen, einen neuen Roman aus der Serie zu lesen.
Umso größer der Schock, wenn sie mit einem Ende konfrontiert werden, das für die ganzen Geister-/Gespenster-/Dämonenjäger-Serien mehr als ungewöhnlich ist.
Und genau DAS macht den besonderen Reiz und die Qualität dieses Romans aus.
Dieser Roman war eine Erstveröffentlichung im Dämonen-Land.
HIER gibt es das Titelbild
Rezension: Dämonenland Heft 5 "Die Höllenbrut" von A.F. Morland
167wurden sieben Hexen zum Tode verurteilt und aufgehängt. Noch im Sterben schworen sie Rache. Seitdem kehrten sie aller hundert Jahre zurück und suchten ihr altes Dorf heim. Und immer war ein Nachfahre des Henkers unter den Opfern.
1974 lebt nur noch ein Nachfahre dieser Familie im Dorf. Sein Name: Tony Ballard.
Die Serie "Tony Ballard" begann, ähnlich wie "John Sinclair", im "Gespenster-Krimi", bis sie eine eigene Heftchenserie bekam. Leider war Tony Ballard nicht ganz so langlebig wie sein Kollege vom Scotland Yard, auf ganze 200 Ausgaben kam TB.
Dieser Roman war der Anfang einer erfolgreichen Geschichte und wurde 15 Jahre später im DL neu aufgelegt.
Tony Ballard kehrte später noch einmal mit einem neuen Roman (75) ins Dämonenland zurück, um die Serie wirklich endgültig abzuschließen.
Dieser Roman wurde ursprünglich als Gespenster-Krimi Band 47 veröffentlicht.
HIER gibt es das Titelbild zu diesem Roman
Und HIER das Titelbild der ursprünglichen Erstveröffentlichung
1974 lebt nur noch ein Nachfahre dieser Familie im Dorf. Sein Name: Tony Ballard.
Die Serie "Tony Ballard" begann, ähnlich wie "John Sinclair", im "Gespenster-Krimi", bis sie eine eigene Heftchenserie bekam. Leider war Tony Ballard nicht ganz so langlebig wie sein Kollege vom Scotland Yard, auf ganze 200 Ausgaben kam TB.
Dieser Roman war der Anfang einer erfolgreichen Geschichte und wurde 15 Jahre später im DL neu aufgelegt.
Tony Ballard kehrte später noch einmal mit einem neuen Roman (75) ins Dämonenland zurück, um die Serie wirklich endgültig abzuschließen.
Dieser Roman wurde ursprünglich als Gespenster-Krimi Band 47 veröffentlicht.
HIER gibt es das Titelbild zu diesem Roman
Und HIER das Titelbild der ursprünglichen Erstveröffentlichung
02 Oktober 2013
Rezension: "Die Lagune der Zombies" von Xander Morus
Der Internetjournalist Peter Zander geht Gerüchten nach, daß es auf einer Südseeinsel zu Fällen von Zombieangriffen gekommen sein soll. Tatsächlich stößt er auf eine Droge, die Menschen den Anschein gibt, sie wären Zombies. Doch dafür interessieren sich auch Geheimdienste und Militärs und es scheint, als stecke mehr dahinter als ein makabrer Rausch.
Dieser roman ist der Prolog zu der Serie "Zeit der Zombies". Deshalb endet er auch genau da, wo die eigentlichen Ereignisse erst beginnen. Und er erzielt genau die Wirkung, die der Autor beabsichtigt: Er macht Lust, die Serie weiter zu lesen.
Statt des üblichen post-apokalyptischen Szenarios verspricht Xander Morus im angehängten Interview eine dystopische Vision, und darauf darf man gespannt sein.
HIER gibt es das Titelbild des Roman
Dieser roman ist der Prolog zu der Serie "Zeit der Zombies". Deshalb endet er auch genau da, wo die eigentlichen Ereignisse erst beginnen. Und er erzielt genau die Wirkung, die der Autor beabsichtigt: Er macht Lust, die Serie weiter zu lesen.
Statt des üblichen post-apokalyptischen Szenarios verspricht Xander Morus im angehängten Interview eine dystopische Vision, und darauf darf man gespannt sein.
HIER gibt es das Titelbild des Roman
30 September 2013
Rezension: Dämonenland 93 "Die Nacht der Bestien" von Les Willcox
Ich bringe die Reihenfolge der DL-Rezis wieder einmal durcheinander. Der Grund ist diesmal, daß ich heute ein Exemplar von Dämonen-Land Nummer 93 als Geschenk an das Western-Archiv der Karl-May Begegnungsstätte in Hohenstein-Ernstthal übergeben konnte.
Deswegen hier gleich noch die Rezi zu diesem Roman:
Auf einem Trail wird eine Gruppe Cowboys von Wölfen und wandelnden Toten angegriffen. Die Rinder werden vertrieben und die meisten Männer getötet. Die wenigen Überlebenden retten sich in eine Stadt, die sich aber als verlassen heraus stellt. Ohne Pferde und Wasser müssen sie sich gegen einen Fluch behaupten, der seit der Zeit der Spanier anhält.
Es ist schwer, zu sagen, was man von diesem Roman halten soll. Er enthält viele gute Ideen und Ansätze, doch vieles wirkt unausgegoren und hätte einer besseren Umsetzung bedurft.
Gerade die Schilderung der Wolfsmenschen, die sich völlig von dem Bild unterscheidet, das man von Werwölfen sonst hat, hätte ein viel größeres Potenzial für eine gute Geschichte gehabt.
Wenn man sich auf Bret Harte und H.P. Lovecraft als die Väter des modernen Western- und des modernen Horrorromans beruft, dann ist das Subgenre des Horror-Western fast so alt wie der Western selbst und älter als der eigentliche Horrorroman.
Trotzdem findet man relativ wenig Literatur aus diesem Bereich.
In den 70er Jahren gab es zwei Reihen, die sich speziell diesem Thema widmeten: den Grusel-Western von Kelter und den Geister-Western von Bastei. Die Nummer 1 des Geister-Western liegt hier als Nachdruck vor.
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