Zwei Anthologien
Etwa zur gleichen Zeit unabhängig voneinander entstanden. Unterschiedliche Verlage und unterschiedliche Herausgeber.
Und doch scheinen sie zusammen zu gehören und sich gegenseitig zu ergänzen.
Beide hatten das gleiche Grundkonzept: unheimliche und makabre Geschichten zwischen ihren Buchdeckeln zu vereinen. Dabei wurde der Rahmen so weit als möglich offen gelassen. Das ist auch gut so, denn es ließ den Autoren den Freiraum, möglichst vielfältige Geschichten beizusteuern.
Das Spektrum reicht von Erzählungen im Stil der klassischen Gothic Novels bis zum Thriller, vom Splatter bis zum Steampunk, von der Dystopie bis zum Trash, vom Horrorwestern bis zu Cthulhu.
Natürlich kommt auch der schwarze Humor nicht zu kurz.
Diese zwei Bücher schreien regelrecht danach, im Buchregal nebeneinander zu stehen.
"Man rezensiert keine Anthologien, in denen man selbst mit vertreten ist!"
Warum nicht?
Es ist ja nicht so, daß es ein komplett eigenes Buch wäre und man sich selbst in den Himmel heben würde.
Ich finde die beiden Anthologien insgesamt sehr gelungen und das sage ich auch.
Und ja, ich bin stolz darauf, mit Rona Walter, Constantin Dupien, Stefanie Maucher, Torsten Scheib, Thomas Backus, Marc Gore und all den anderen in einem Buch zu finden zu sein.
Hier gehts zur Fanseite der "Mängelexemplare..."
Hier gehts zur Fanseite der "Horror-Legionen"
Neben dem Buchhandel und Amazon sind beide Bücher auch direkt über die Verlage zu beziehen.
Hier findet man die "Mängelexemplare..."
Und hier die "Horror-Legionen"
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21 August 2013
15 August 2013
Rezension: "Das geheime Tagebuch der Laura Palmer" (Jennifer Lynch)
Anfang der 90er fesselte eine Krimiserie die Zuschauer mehr als je eine andere zuvor: Twin Peaks.
Eine groteske Mischung aus Mystery, Thriller und Seifenoper führte die Fans in die Abgründe einer amerikanischen Kleinstadt.
Alles beginnt, als ein Angler die Leiche der Schülerin Laura Palmer findet.
Der zu Hilfe gerufene FBI Special-Agent Dale B. Cooper gerät immer tiefer in ein Netzwerk aus Lügen und Verbrechen. Fast jeder in dieser Stadt scheint ein Doppelleben zu führen.
Eine Schlüsselrolle bei allem hat Lauras Tagebuch, das hier vorliegt.
Es offenbart, wie ein kleines Mädchen in den Sumpf aus Drogen, Prostitution und Verbrechen geraten konnte, bis sie mit 17 Jahren ermordet wurde.
Ich möchte nicht zu viel verraten, da einige die Serie noch nicht gesehen haben.
Nur soviel: Das Buch schließt einige Lücken und verleiht auch Laura mehr Tiefe.
Als die Ermordung Lauras aufgeklärt war, sanken die Einschaltquoten und die Serie wurde am Ende der zweiten Staffel vorzeitig beendet. Deswegen war die letzte Folge leider auch sehr schwach, da alle Handlungsstränge früher als geplant abgeschlossen werden mussten.
Wer die Serie noch nicht kennt, sollte diese Reihenfolge beachten, um sich nicht den Spaß und die Überraschungen zu verderben:
Erst die Serie, dann das Buch, dann den Film.
Eine groteske Mischung aus Mystery, Thriller und Seifenoper führte die Fans in die Abgründe einer amerikanischen Kleinstadt.
Alles beginnt, als ein Angler die Leiche der Schülerin Laura Palmer findet.
Der zu Hilfe gerufene FBI Special-Agent Dale B. Cooper gerät immer tiefer in ein Netzwerk aus Lügen und Verbrechen. Fast jeder in dieser Stadt scheint ein Doppelleben zu führen.
Eine Schlüsselrolle bei allem hat Lauras Tagebuch, das hier vorliegt.
Es offenbart, wie ein kleines Mädchen in den Sumpf aus Drogen, Prostitution und Verbrechen geraten konnte, bis sie mit 17 Jahren ermordet wurde.
Ich möchte nicht zu viel verraten, da einige die Serie noch nicht gesehen haben.
Nur soviel: Das Buch schließt einige Lücken und verleiht auch Laura mehr Tiefe.
Als die Ermordung Lauras aufgeklärt war, sanken die Einschaltquoten und die Serie wurde am Ende der zweiten Staffel vorzeitig beendet. Deswegen war die letzte Folge leider auch sehr schwach, da alle Handlungsstränge früher als geplant abgeschlossen werden mussten.
Wer die Serie noch nicht kennt, sollte diese Reihenfolge beachten, um sich nicht den Spaß und die Überraschungen zu verderben:
Erst die Serie, dann das Buch, dann den Film.
10 Juni 2013
Buchrezension: "Der Sog" von Jan Flieger
Karl Bennewitz ist ein gemachter Mann. Gemeinsam mit Vorgesetzten und kollegen nutzt er das Neuererwesen, um Arbeitsstunden vorzutäuschen und das Geld selbst einzustreichen. Doch als seine Frau dahinter kommt, daß er eine Affäre hat, droht sie ihm, den Betrug auffliegen zu lassen. Karl sieht nur einen Ausweg: Er muß Franziska, die gefährliche Mitwisserin und Erpresserin, loswerden.
Bennewitz ist für den Leser eine sehr interessante Figur. Auf der einen Seite fühlt man mit ihm, identifiziert sich mit ihm, auf der anderen verachtet man ihn für seine Schwächen und Fehler.
Jan Flieger war einer der erfolgreichsten Krimiautoren der DDR. Doch auch nach der Vereinigung der Bundesrepublik war Jan noch literarisch erfolgreich unterwegs.
Dieses Buch war sein erster Kriminalroman. Abgesehen davon, daß er sehr gut und flüssig zu lesen ist, ist schon das ein Grund, sich näher mit diesem Werk zu befassen.
Im Januar 2014 wird dieser Roman im Leipziger FHL-Verlag neu aufgelegt.
1988 wurde diese Geschichte in der Reihe "Der Staatsanwalt hat das Wort" unter dem Titel "Alles umsonst" verfilmt.
Für mich ist dieses Buch auch persönlich sehr wichtig.
Ich erinnere mich, daß ich mit acht Jahren am Ostseestrand Bierflaschen einsammelte, um mir von dem Pfandgeld am Strandkiosk die "Blaulicht"-Heftchen zu kaufen. Dazu gehörten auch einige von Jans Arbeiten. Wieder zu hause klaute ich meiner Mutter einige seiner Bücher, um sie heimlich in meinem Zimmer zu lesen.
Deswegen bedeutet es für mich viel, noch immer von ihm zu hören/lesen.
Bennewitz ist für den Leser eine sehr interessante Figur. Auf der einen Seite fühlt man mit ihm, identifiziert sich mit ihm, auf der anderen verachtet man ihn für seine Schwächen und Fehler.
Jan Flieger war einer der erfolgreichsten Krimiautoren der DDR. Doch auch nach der Vereinigung der Bundesrepublik war Jan noch literarisch erfolgreich unterwegs.
Dieses Buch war sein erster Kriminalroman. Abgesehen davon, daß er sehr gut und flüssig zu lesen ist, ist schon das ein Grund, sich näher mit diesem Werk zu befassen.
Im Januar 2014 wird dieser Roman im Leipziger FHL-Verlag neu aufgelegt.
1988 wurde diese Geschichte in der Reihe "Der Staatsanwalt hat das Wort" unter dem Titel "Alles umsonst" verfilmt.
Für mich ist dieses Buch auch persönlich sehr wichtig.
Ich erinnere mich, daß ich mit acht Jahren am Ostseestrand Bierflaschen einsammelte, um mir von dem Pfandgeld am Strandkiosk die "Blaulicht"-Heftchen zu kaufen. Dazu gehörten auch einige von Jans Arbeiten. Wieder zu hause klaute ich meiner Mutter einige seiner Bücher, um sie heimlich in meinem Zimmer zu lesen.
Deswegen bedeutet es für mich viel, noch immer von ihm zu hören/lesen.
24 Mai 2013
Comicrezension: STAR TREK THE NEXT GENERATION/DOCTOR WHO: ASSIMILATION ² (englisch)
Ich muß gestehen, ich habe bei der Bestellung nicht aufgepasst und deshalb entging mir, daß es sich um einen Zweiteiler handelt. Nun überlege ich, ob ich mir den ersten Teil noch bestelle oder lieber warte, bis der Comic in der deutschen Übersetzung erscheint.
Zwischen den Borg und den Cybermen ist es zum Krieg gekommen. Dabei sind die Borg hoffnungslos unterlegen. Picard will sich nicht in den Konflikt einmischen und hofft, daß beide Seiten dabei geschwächt werden. Nicht einmal Guinan kann ihn umstimmen. Erst als der Doctor Picard mit der TARDIS mitnimmt und ihm eine Galaxis zeigt, die von den Cybermen beherrscht wird, kann er ihn überzeugen. Es kommt zu einem Bündnis mit den Borg.
Conduit, ein einzelner Borg, wird ausgewählt, auf der ENTERPRISE als Verbindung zum Kollektiv zu fungieren. Dabei kommt es zu erneuten Konflikten, denn Conduit war vor seiner Assimilierung Captain Marcus Bertrand, ein Freund William Rikers.
Sie erfahren, daß den Borg wichtige Dateien abhanden gekommen sind. Mit der TARDIS fliegen der Doctor, Amy und Rory zurück zur Schlacht von Wolf 359, um diese Bibliotheksdateien wieder herzustellen. Dabei treffen sie auf Locutus.
Mit den Dateien wieder zurück nehmen sie die Verfolgung der Cyberflotte auf, die sich immer mehr dem Borgsektor nähert.
Tatsächlich können sie die Cybermen aufhalten, die mit Borgtechnologie ausgerüstet sind. Conduit löst die Selbstzerstörung aller Cybermenschiffe aus. Danach versucht er, die TARDIS zu assimilieren. Die TARDIS kann ihr Bewußtsein auf Lt. Com. Data übertragen und so Conduit aufhalten.
Alle fremde Technologie wird rückstandslos zerstört und der Doctor kehrt im Bewußtsein, keine weiteren Konsequenzen befürchten zu müssen, in sein Universum zurück. Was er nicht weiß ist, daß die Borg durch diese Begegnung angeregt wurden, Zeitreisetechnologie zu assimilieren oder zu entwickeln.
STAR TREK und DOCTOR WHO sind die wohl beliebtesten und erfolgreichsten Science Fiction-Serien. Zahlreiche Spin Offs, Roman- und Comicserien, Fanprojekte etc. zeugen von ihrer Beliebtheit.
Und obwohl die Hintergründe völlig anders sind, dürfte das Zusammentreffen die Fans beider Serien glücklich machen. Wie schon bei DC vs Marvel wurden die Widersprüche einfach durch eine Dimensionsreise erklärt. Zwar mag diese Erklärung mittlerweile billig und einfach wirken, doch sie erspart weitere Fragen und erlaubt es, sich direkt auf die Geschichte zu konzentrieren.
Worf in der TARDIS, der Doctor auf der Brücke der ENTERPRISE, Cybermen mit Borgimplantaten ...
Dieser Comic macht einfach Spaß
Zwischen den Borg und den Cybermen ist es zum Krieg gekommen. Dabei sind die Borg hoffnungslos unterlegen. Picard will sich nicht in den Konflikt einmischen und hofft, daß beide Seiten dabei geschwächt werden. Nicht einmal Guinan kann ihn umstimmen. Erst als der Doctor Picard mit der TARDIS mitnimmt und ihm eine Galaxis zeigt, die von den Cybermen beherrscht wird, kann er ihn überzeugen. Es kommt zu einem Bündnis mit den Borg.
Conduit, ein einzelner Borg, wird ausgewählt, auf der ENTERPRISE als Verbindung zum Kollektiv zu fungieren. Dabei kommt es zu erneuten Konflikten, denn Conduit war vor seiner Assimilierung Captain Marcus Bertrand, ein Freund William Rikers.
Sie erfahren, daß den Borg wichtige Dateien abhanden gekommen sind. Mit der TARDIS fliegen der Doctor, Amy und Rory zurück zur Schlacht von Wolf 359, um diese Bibliotheksdateien wieder herzustellen. Dabei treffen sie auf Locutus.
Mit den Dateien wieder zurück nehmen sie die Verfolgung der Cyberflotte auf, die sich immer mehr dem Borgsektor nähert.
Tatsächlich können sie die Cybermen aufhalten, die mit Borgtechnologie ausgerüstet sind. Conduit löst die Selbstzerstörung aller Cybermenschiffe aus. Danach versucht er, die TARDIS zu assimilieren. Die TARDIS kann ihr Bewußtsein auf Lt. Com. Data übertragen und so Conduit aufhalten.
Alle fremde Technologie wird rückstandslos zerstört und der Doctor kehrt im Bewußtsein, keine weiteren Konsequenzen befürchten zu müssen, in sein Universum zurück. Was er nicht weiß ist, daß die Borg durch diese Begegnung angeregt wurden, Zeitreisetechnologie zu assimilieren oder zu entwickeln.
STAR TREK und DOCTOR WHO sind die wohl beliebtesten und erfolgreichsten Science Fiction-Serien. Zahlreiche Spin Offs, Roman- und Comicserien, Fanprojekte etc. zeugen von ihrer Beliebtheit.
Und obwohl die Hintergründe völlig anders sind, dürfte das Zusammentreffen die Fans beider Serien glücklich machen. Wie schon bei DC vs Marvel wurden die Widersprüche einfach durch eine Dimensionsreise erklärt. Zwar mag diese Erklärung mittlerweile billig und einfach wirken, doch sie erspart weitere Fragen und erlaubt es, sich direkt auf die Geschichte zu konzentrieren.
Worf in der TARDIS, der Doctor auf der Brücke der ENTERPRISE, Cybermen mit Borgimplantaten ...
Dieser Comic macht einfach Spaß
07 Mai 2013
Buchrezension: "Doctor Who und das Kind von den Sternen" von Terrance Dicks
Die Serie "Doctor Who" wird 50 Jahre alt und ist somit (trotz Unterbrechungen) die am längsten laufende Serie der Welt.
Grund genug, einen großen Schritt zurück zu gehen, ganz an den Anfang. Der Roman "Doctor Who und das Kind von den Sternen" erzählt die Geschichte aus den ersten vier Folgen. Besonders interessant, da die ersten Folgen nie auf deutsch erschienen sind.
Die Schülerin Susan Foreman ist sehr seltsam. Auf der einen Seite genial, auf der anderen ist sie von den einfachsten und selbstverständlichsten Dingen überfordert. Ihre Lehrer, Barbara Wright und Ian Chesterton, wollen herausfinden, was es mit diesem seltsamen Mädchen auf sich hat und folgen ihr zu ihrem Großvater. Der ist noch merkwürdiger. Auf den Namen "Dr. Foreman" reagiert er nicht, sondern fragt statt dessen "Dr. Wer?" [Dr. Who?] Und es scheint, als habe er seine Enkeltochter in eine Polizeinotrufbox eingesperrt. Als Ian nachsehen will, findet er sich in einem Raum wieder, der innen größer ist als außen. Trotzdem will er nicht glauben, daß er sich in einem Zeit-Raum-Schiff befindet. Um ihn zu überzeugen, reist der Doctor in die Vergangenheit. Dort geraten sie in die Gewalt von Urmenschen, die nach einer Möglichkeit suchen, Feuer zu machen. Und im Stamm gibt es gerade heftige Machtkämpfe.
Das ursprüngliche Konzept der Serie sah vor, den Doctor und seine Begleiter in historische Ereignisse zu versetzen, um damit den Zuschauern (damals sollten noch Kinder das angesprochene Zielpublikum sein) Geschichte zu vermitteln bzw. sie dafür zu interessieren. Erst später kamen die reinen Science Fiction-Episoden.
So fiel die T.A.R.D.I.S. gleich in der ersten Folge der Serie zum Anfang der Menschheitsgeschichte zurück. Nebenbei wird noch erklärt, warum die Menschen angefangen haben, ihre Toten zu begraben.
Anfangs reiste der Doctor noch mit seiner Enkeltochter, später ließ er sie auf einer von Daleks zerstörten Erde zurück, damit sie ihr eigenes Leben führen und dem Planeten einen Neuanfang ermöglichen konnte.
Grund genug, einen großen Schritt zurück zu gehen, ganz an den Anfang. Der Roman "Doctor Who und das Kind von den Sternen" erzählt die Geschichte aus den ersten vier Folgen. Besonders interessant, da die ersten Folgen nie auf deutsch erschienen sind.
Die Schülerin Susan Foreman ist sehr seltsam. Auf der einen Seite genial, auf der anderen ist sie von den einfachsten und selbstverständlichsten Dingen überfordert. Ihre Lehrer, Barbara Wright und Ian Chesterton, wollen herausfinden, was es mit diesem seltsamen Mädchen auf sich hat und folgen ihr zu ihrem Großvater. Der ist noch merkwürdiger. Auf den Namen "Dr. Foreman" reagiert er nicht, sondern fragt statt dessen "Dr. Wer?" [Dr. Who?] Und es scheint, als habe er seine Enkeltochter in eine Polizeinotrufbox eingesperrt. Als Ian nachsehen will, findet er sich in einem Raum wieder, der innen größer ist als außen. Trotzdem will er nicht glauben, daß er sich in einem Zeit-Raum-Schiff befindet. Um ihn zu überzeugen, reist der Doctor in die Vergangenheit. Dort geraten sie in die Gewalt von Urmenschen, die nach einer Möglichkeit suchen, Feuer zu machen. Und im Stamm gibt es gerade heftige Machtkämpfe.
Das ursprüngliche Konzept der Serie sah vor, den Doctor und seine Begleiter in historische Ereignisse zu versetzen, um damit den Zuschauern (damals sollten noch Kinder das angesprochene Zielpublikum sein) Geschichte zu vermitteln bzw. sie dafür zu interessieren. Erst später kamen die reinen Science Fiction-Episoden.
So fiel die T.A.R.D.I.S. gleich in der ersten Folge der Serie zum Anfang der Menschheitsgeschichte zurück. Nebenbei wird noch erklärt, warum die Menschen angefangen haben, ihre Toten zu begraben.
Anfangs reiste der Doctor noch mit seiner Enkeltochter, später ließ er sie auf einer von Daleks zerstörten Erde zurück, damit sie ihr eigenes Leben führen und dem Planeten einen Neuanfang ermöglichen konnte.
Buchrezension: "Geheimnisvolle Bibliotheken" von Carolin Gmyrek (Hrsg)
Daß Bücher mehr sind als bedrucktes Papier ist nichts neues.
H.P. Lovecraft sprach von einem Buch, bei dem allein das Wissen um seine Existenz zum Wahnsinn führen könne. Und Michael Ende beschrieb ein Tor in eine fantastische und schöne Welt, das sich zwischen zwei Buchdeckeln befand.
Doch wo findet man solche Bücher? Und welche Geheimnisse umgibt die Orte, an denen sie aufbewahrt werden?
Solche und ähnliche Gedanken mögen es gewesen sein, die die Autoren zu den Geschichten dieser Anthologie bewegt haben.
Ob es Bücher sind, die die Realität schreiben; wandernde Bibliotheken; Geister alter Dichter; Bücher, die den Leser scheinbar zum Herrn über sein eigenes Schicksal machen; Spukwesen, die in einer Bibliothek nach einem Schatz suchen; Märchenfiguren, die ihre Bücher beschützen müssen; Bücher, die Leben zu nehmen oder zu geben wissen... Dies und vieles mehr erwartet den Leser.
Doch auch dieses Buch hat sein eigenes Geheimnis: Es nimmt den Leser gefangen und zwingt ihn, eine Geschichte nach der anderen zu lesen.. Und es verändert die Art, wie man Bücher betrachtet und wahrnimmt.
Ich muß gestehen, ich bin auch ein wenig neidisch. Denn immer hatte ich gehofft, für eins meiner Anthologieprojekte auch ein paar Comicbeiträge zu bekommen. Carolin Gmyrek ist es gelungen und so findet man neben dem geschriebenen Wort auch die wortlose gezeichnete Geschichte.
Mit Beiträgen von Carolin Gmyrek, Stefanie Hammes, Christian Damerow, Gregor Eder, Karsten Klein-Ihrler, Thomas Lohwasser und Vanessa Kaiser, Susanne Haberland, Ju Honisch, Fabienne Siegmund, Bettina Ferbus, Rainer Baumgärtel, Isa Theobald, Karin Jacob, Serena Hirano, Irene Bressel, Andrea Spille, Jan-Christoph Prüfer, Christian Endres, Charlotte Erpenbeck, Daniel schenkel, Christian von Aster, Paul Sanker, Benjamin Nemeth, Olaf Lahayne, Cornelia Röser, Gabriel de Vue
H.P. Lovecraft sprach von einem Buch, bei dem allein das Wissen um seine Existenz zum Wahnsinn führen könne. Und Michael Ende beschrieb ein Tor in eine fantastische und schöne Welt, das sich zwischen zwei Buchdeckeln befand.
Doch wo findet man solche Bücher? Und welche Geheimnisse umgibt die Orte, an denen sie aufbewahrt werden?
Solche und ähnliche Gedanken mögen es gewesen sein, die die Autoren zu den Geschichten dieser Anthologie bewegt haben.
Ob es Bücher sind, die die Realität schreiben; wandernde Bibliotheken; Geister alter Dichter; Bücher, die den Leser scheinbar zum Herrn über sein eigenes Schicksal machen; Spukwesen, die in einer Bibliothek nach einem Schatz suchen; Märchenfiguren, die ihre Bücher beschützen müssen; Bücher, die Leben zu nehmen oder zu geben wissen... Dies und vieles mehr erwartet den Leser.
Doch auch dieses Buch hat sein eigenes Geheimnis: Es nimmt den Leser gefangen und zwingt ihn, eine Geschichte nach der anderen zu lesen.. Und es verändert die Art, wie man Bücher betrachtet und wahrnimmt.
Ich muß gestehen, ich bin auch ein wenig neidisch. Denn immer hatte ich gehofft, für eins meiner Anthologieprojekte auch ein paar Comicbeiträge zu bekommen. Carolin Gmyrek ist es gelungen und so findet man neben dem geschriebenen Wort auch die wortlose gezeichnete Geschichte.
Mit Beiträgen von Carolin Gmyrek, Stefanie Hammes, Christian Damerow, Gregor Eder, Karsten Klein-Ihrler, Thomas Lohwasser und Vanessa Kaiser, Susanne Haberland, Ju Honisch, Fabienne Siegmund, Bettina Ferbus, Rainer Baumgärtel, Isa Theobald, Karin Jacob, Serena Hirano, Irene Bressel, Andrea Spille, Jan-Christoph Prüfer, Christian Endres, Charlotte Erpenbeck, Daniel schenkel, Christian von Aster, Paul Sanker, Benjamin Nemeth, Olaf Lahayne, Cornelia Röser, Gabriel de Vue
04 Mai 2013
Buchrezension: "Faulfleisch" von Vincent Voss
Die meisten Künstler mögen es nicht, wenn ihre Werke in "Schubladen" gesteckt werden. Doch diese Schubladen helfen, sich Bücher, Filme und Musik nach dem eigenen Geschmack auszuwählen.
Vincent Voss´ Roman lässt sich ohne Probleme in eine Schublade stecken. Und dann sprengt er sie auf.
Seit den Filmen George Romeros wird der Begriff "Zombie" fälschlicherweise auch für menschenfressende lebende Tote verwendet. Von einer solchen Zombiegeschichte gibt es klare Vorstellungen: Die Welt wird von den Toten überrannt und eine Gruppe Überlebender versucht, sich durchzuschlagen.
"Faulfleisch" endet dort, wo die anderen Geschichten beginnen.
Liam hat sich der Kinder wegen aufs Land zurück gezogen und hofft, seine kaputte Ehe kitten zu können. Doch im gleichen Dorf lebt auch ein seltsamer Gerichtsmediziner mit einer schauerlichen Leidenschaft. Als Liam langsam hinter das grausige Geheimniss kommt, nimmt das Verhängnis bereits seinen Lauf ...
In dem Roman geht es nicht um die Zombieapokalypse an sich, sondern darum, wie sie beginnt, sich erst langsam, dann immer schneller ausbreitet. Und um die Opfer, die hier statt nur als wandelnde Bedrohung dargestellt zu werden, Persönlichkeiten und Geschichten bekommen.
Wer reinen Splatter und Gemetzel erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Wer aber aber eine spannende und atmosphärisch dichte und stimmige Geschichte sucht, wird das Buch lesenswert finden
Vincent Voss´ Roman lässt sich ohne Probleme in eine Schublade stecken. Und dann sprengt er sie auf.
Seit den Filmen George Romeros wird der Begriff "Zombie" fälschlicherweise auch für menschenfressende lebende Tote verwendet. Von einer solchen Zombiegeschichte gibt es klare Vorstellungen: Die Welt wird von den Toten überrannt und eine Gruppe Überlebender versucht, sich durchzuschlagen.
"Faulfleisch" endet dort, wo die anderen Geschichten beginnen.
Liam hat sich der Kinder wegen aufs Land zurück gezogen und hofft, seine kaputte Ehe kitten zu können. Doch im gleichen Dorf lebt auch ein seltsamer Gerichtsmediziner mit einer schauerlichen Leidenschaft. Als Liam langsam hinter das grausige Geheimniss kommt, nimmt das Verhängnis bereits seinen Lauf ...
In dem Roman geht es nicht um die Zombieapokalypse an sich, sondern darum, wie sie beginnt, sich erst langsam, dann immer schneller ausbreitet. Und um die Opfer, die hier statt nur als wandelnde Bedrohung dargestellt zu werden, Persönlichkeiten und Geschichten bekommen.
Wer reinen Splatter und Gemetzel erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Wer aber aber eine spannende und atmosphärisch dichte und stimmige Geschichte sucht, wird das Buch lesenswert finden
27 April 2013
Buchrezension: "Die Einhörner" (Hrsg) Fabienne Siegmund
Anthologien zu rezensieren ist immer schwierig. Gerade das, was ihren Reiz ausmacht, die vielfachen verschiedenen Sichtweisen auf ein Thema, machen es schwer, ein Bild des Buches zu vermitteln.
Von Einhörnern hat jeder klare Vorstellungen im Kopf: Ein weißes Pferd mit einem Horn auf der Stirn.
Umso größer ist die Herausforderung für die Autoren, sich dieses Themas auf unerwartete und überraschende Weise anzunehmen.
Doch genau das ist ihnen mit dem vorliegenden Buch gelungen.
Von der klassischen Fantasygeschichte über die Dark Fantasy bis zum Horror und wieder zurück zur philosophischen Naturbetrachtung reicht das Spektrum.
Ein besonderer Höhepunkt ist das Gedicht "Im tiefen Wald" von Peter S. Beagle ("Das letzte Einhorn"). 20 Jahre nach "Zwei Herzen", der Fortsetzung des "Letzen Einhorns" erinnert sich Amalthea noch einmal an ihre Liebe zu Lír. Dieses Gedicht, übersetzt von Oliver Plaschka, ist in der deutschen Fassung ausschließlich in diesem Buch zu lesen.
Auch die Illustrationen von Elke Brand zu Beginn einer jeden Geschichte sind ein besonderer Blickfang.
Zu jedem Buch geht außerdem auch eine Spende von 0,50,-€ an die Waldritter e.V.
Hier gehts zum Webshop des Verlags, wo natürlich auch dieses Buch erhältlich ist
Von Einhörnern hat jeder klare Vorstellungen im Kopf: Ein weißes Pferd mit einem Horn auf der Stirn.
Umso größer ist die Herausforderung für die Autoren, sich dieses Themas auf unerwartete und überraschende Weise anzunehmen.
Doch genau das ist ihnen mit dem vorliegenden Buch gelungen.
Von der klassischen Fantasygeschichte über die Dark Fantasy bis zum Horror und wieder zurück zur philosophischen Naturbetrachtung reicht das Spektrum.
Ein besonderer Höhepunkt ist das Gedicht "Im tiefen Wald" von Peter S. Beagle ("Das letzte Einhorn"). 20 Jahre nach "Zwei Herzen", der Fortsetzung des "Letzen Einhorns" erinnert sich Amalthea noch einmal an ihre Liebe zu Lír. Dieses Gedicht, übersetzt von Oliver Plaschka, ist in der deutschen Fassung ausschließlich in diesem Buch zu lesen.
Auch die Illustrationen von Elke Brand zu Beginn einer jeden Geschichte sind ein besonderer Blickfang.
Zu jedem Buch geht außerdem auch eine Spende von 0,50,-€ an die Waldritter e.V.
Hier gehts zum Webshop des Verlags, wo natürlich auch dieses Buch erhältlich ist
16 April 2013
Buchrezension: "Kampf der Giganten" von Alfred Wallon
Mit der Reihe "Pioniere des Westens" startet wieder eine Serie historischer Western, unter anderem von Alfred Wallon.
Diesmal geht es um den Eisenbahnbau, genauer um die Rivalitäten zwischen der Denver & Rio Grande Railroad und der Atchison, Topeka & Santa Fe Railroad.
Zwischen beiden Gesellschaften gab es immer wieder Reibereien, die des Öfteren auch in gewaltätigen Auseinandersetzungen ausarteten.
Vor diesem Hintergrund spielt die Geschichte von Clay Caldwell, der durch die gewissenlosen Methoden der DRG seinen Vater und die Farm der Familie verloren hat. Also schlägt er sich auf die Seite der ATSF. In Leadville findet er seinen vermissten Bruder wieder, der sich als Gunman verdingt hat und auf der Seite der DRG steht. Der Konflikt zwischen den beiden spitzt sich immer weiter zu und scheint nur auf ein Ergbnis hinaus laufen zu können.
Die Geschichte um Clay und Johnny Caldwell, Amy Blaine und Paul Sheridan ist natürlich rein fiktiv und erinnert sehr stark an die alten Western aus den 50ern und 60ern. Gerade bei dem Treffen von Clay und Amy im Hotel sieht man die alten Streifen fast bildlich vor sich. Dabei handelt es sich aber nicht um einen reinen Abklatsch, sondern vielmehr um eine liebevolle Hommage eines Fans des Genres.
Die historischen Fakten dagegen sind gut recherchiert und sehr verständlich aufgearbeitet. Viele Romane, die sich mit dem Label "historisch" schmücken, sind reine Abenteurromane, die einfach nur irgendwann in der Vergangenheit spielen. Die Romane Wallons jedoch verdienen diese Bezeichnung in jeder Hinsicht und könnten neben dem reinen Lesespaß sogar im Geschichtsunterricht verwendet werden.
Diesmal geht es um den Eisenbahnbau, genauer um die Rivalitäten zwischen der Denver & Rio Grande Railroad und der Atchison, Topeka & Santa Fe Railroad.
Zwischen beiden Gesellschaften gab es immer wieder Reibereien, die des Öfteren auch in gewaltätigen Auseinandersetzungen ausarteten.
Vor diesem Hintergrund spielt die Geschichte von Clay Caldwell, der durch die gewissenlosen Methoden der DRG seinen Vater und die Farm der Familie verloren hat. Also schlägt er sich auf die Seite der ATSF. In Leadville findet er seinen vermissten Bruder wieder, der sich als Gunman verdingt hat und auf der Seite der DRG steht. Der Konflikt zwischen den beiden spitzt sich immer weiter zu und scheint nur auf ein Ergbnis hinaus laufen zu können.
Die Geschichte um Clay und Johnny Caldwell, Amy Blaine und Paul Sheridan ist natürlich rein fiktiv und erinnert sehr stark an die alten Western aus den 50ern und 60ern. Gerade bei dem Treffen von Clay und Amy im Hotel sieht man die alten Streifen fast bildlich vor sich. Dabei handelt es sich aber nicht um einen reinen Abklatsch, sondern vielmehr um eine liebevolle Hommage eines Fans des Genres.
Die historischen Fakten dagegen sind gut recherchiert und sehr verständlich aufgearbeitet. Viele Romane, die sich mit dem Label "historisch" schmücken, sind reine Abenteurromane, die einfach nur irgendwann in der Vergangenheit spielen. Die Romane Wallons jedoch verdienen diese Bezeichnung in jeder Hinsicht und könnten neben dem reinen Lesespaß sogar im Geschichtsunterricht verwendet werden.
30 Dezember 2012
Buchrezension: "Die Legende des Namenlosen" von Alfred Pompe
Ein unbekannter Ritter rettet die Lady Semalia vor einem Überfall. Als Dank wird er auf ein Turnier eingeladen. Auf der Burg verliebt er sich in die Halbfee Naiva, die dort als Mensch getarnt als Dienerin lebt. Das wird für ihn zu einem Konflikt, als er vom Burgherrn gnötigt wird, mit in den Krieg gegen die Feen zu ziehen. Entsetzt erlebt er die Grausamkeit des Königs und seines Hofzauberers gegen die Feen. Er wechselt die Fronten. Bei dem Versuch, mit Naiva zu fliehen, wird diese getötet. Der Namenlose begibt sich auf einen Rachefeldzug und wird dabei die letzte Hoffnung für die Feen.
Obwohl das Buch viele Fantasyelemente enthält ist es eher ein klassischer Ritterroman. Bewußt lässt Alfred Pompe vieles über den Protagonisten offen, was die Spannung noch erhöht und Hoffnung auf weitere Abenteuer des tragischen Helden weckt.
Oft treibt Alfred Pompe die Handlung zu gerade voran, doch darüber trösten die detailierten aber nicht langweiligen Landschaftsbeschreibungen hinweg, die den Roman fast wie einen Film vor den Augen des Lesers ablaufen lassen.
Hier geht es zur Seite des Autors
Hier ist das Buch erhältlich
Obwohl das Buch viele Fantasyelemente enthält ist es eher ein klassischer Ritterroman. Bewußt lässt Alfred Pompe vieles über den Protagonisten offen, was die Spannung noch erhöht und Hoffnung auf weitere Abenteuer des tragischen Helden weckt.
Oft treibt Alfred Pompe die Handlung zu gerade voran, doch darüber trösten die detailierten aber nicht langweiligen Landschaftsbeschreibungen hinweg, die den Roman fast wie einen Film vor den Augen des Lesers ablaufen lassen.
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Hier ist das Buch erhältlich
11 Dezember 2012
Beurteile ein Buch nicht nach dem Umschlag! - Warum nicht?
Ich wurde heute angenehm überrascht: In der Post fand sich ein Paket mit Büchern aus dem Traumfänger Verlag mit der Bitte, diese zu rezensieren. Natürlich wird es etwas dauern, bis ich sie durchgelesen habe.
Eine alte Regel sagt "Don´t judge a book by its cover" - "Beurteile ein Buch nicht nach dem Einband!".
Ich frage mich: Warum nicht?
Ein Buch ist ein Gesamtkunstwerk und ein gut gemachter Einband ist Bestandteil des ganzen Buches. Es ist der Blickfang, der den potentiellen Leser dazu bringen soll, es erst einmal in die Hand zu nehmen und sich damit zu befassen. Erst dann entscheidet er für gewöhnlich, ob er sich auf das Leseerlebnis einlässt oder nicht.
Ich möchte keine Vorschußlorbeeren verteilen, doch muß ehrlich zugeben, daß diese Bücher hier schon mal einen guten Eindruck machen.
Auf den ersten Blick kann man sagen, in welcher Richtung der Inhalt geht und man entscheidet schnell, was einen mehr interessiert und was man etwas verschiebt.
Ich freue mich also schon auf die Lesestunden und werde dann auch natürlich meine Eindrücke hier im Blog wiedergeben.
Hier findet man die Seite des Verlags
Eine alte Regel sagt "Don´t judge a book by its cover" - "Beurteile ein Buch nicht nach dem Einband!".
Ich frage mich: Warum nicht?
Ein Buch ist ein Gesamtkunstwerk und ein gut gemachter Einband ist Bestandteil des ganzen Buches. Es ist der Blickfang, der den potentiellen Leser dazu bringen soll, es erst einmal in die Hand zu nehmen und sich damit zu befassen. Erst dann entscheidet er für gewöhnlich, ob er sich auf das Leseerlebnis einlässt oder nicht.
Ich möchte keine Vorschußlorbeeren verteilen, doch muß ehrlich zugeben, daß diese Bücher hier schon mal einen guten Eindruck machen.
Auf den ersten Blick kann man sagen, in welcher Richtung der Inhalt geht und man entscheidet schnell, was einen mehr interessiert und was man etwas verschiebt.
Ich freue mich also schon auf die Lesestunden und werde dann auch natürlich meine Eindrücke hier im Blog wiedergeben.
Hier findet man die Seite des Verlags
14 November 2012
Buchrezension: Western-Legenden Band 30 "Die Hölle von Julesburg" von Alfred Wallon
Historische Romane lagen in den letzten Jahren stark im Trend. Dieser Begriff tat fast schon weh, bleiben doch die Glaubwürdigkeit und die historische Authentizität zwischen wandernden, herumhurenden und nebenbei Kinder-auf-die Welt-holenden Päpstinnen irgendwo auf der Strecke.
Umso beruhigender, daß es noch Romane gibt, die die Bezeichnung "historisch" noch verdienen, weil eben tatsächliche historische Begebenheiten aufgegriffen werden.
Es scheint überraschend, daß man ausgerechnet im oft geschmähten Heftromansektor darauf stößt. Hier zeigt sich wieder einmal, der Inhalt macht das gute Buch aus, nicht das Medium.
Alfred Wallon greift in dem Roman "Die Hölle von Julesburg" ein Ereignis aus dem Jahr 1868 auf.
Der Bau der Union Pacific Eisenbahnlinie führte zur Entstehung der Bretterstadt Julesburg, in der die Gleisarbeiter sich entspannen und amüsieren konnten. Natürlich lockte das auch viele Abenteurer, Glücksspieler, Betrüger und Prostituierte an, die den Arbeitern das Geld aus der Tasche zogen. Nachdem die Situation außer Kontrolle geriet und es sogar Tote gab, griff der zuständige General Casement am 4. Juli 1868 hart durch.
Natürlich haben sich die Geschehnisse nicht im Detail so abgespielt wie in dem Roman geschildert. Doch gerade die fiktiven Personen und Zusammenhänge sind es, die dem Leser ein greifbares und nachvollziehbares Bild der damaligen Zustände vermitteln.
Die Härte und Kompromißlosigkeit, mit der Casements Gruppe vorging, die schnell ausgesprochenen und harten Urteile, mögen heute vielen moralisch fragwürdig erscheinen, doch es ist immer leicht, mit Abstand ein solches Urteil zu fällen über eine Zeit, in der man mit anderen Problemen konfrontiert war und der Überlebenskampf rauher war als heute.
Vielleicht hilft Wallons Roman, diese Zeit etwas besser zu verstehen.
Man könnte noch kritisieren, daß die Charaktere in dieser Geschichte etwas oberflächlich ausgearbeitet sind.
Doch dies kann man dem Autor nicht vorwerfen. Für einen Heftroman gibt es nun einmal begrenzende Vorgaben, was die Seitenzahl angeht und diese machen Abstriche leider notwendig.
Dennoch kann man sagen, daß diese Seiten gut und lesenswert gefüllt wurden
Umso beruhigender, daß es noch Romane gibt, die die Bezeichnung "historisch" noch verdienen, weil eben tatsächliche historische Begebenheiten aufgegriffen werden.
Es scheint überraschend, daß man ausgerechnet im oft geschmähten Heftromansektor darauf stößt. Hier zeigt sich wieder einmal, der Inhalt macht das gute Buch aus, nicht das Medium.
Alfred Wallon greift in dem Roman "Die Hölle von Julesburg" ein Ereignis aus dem Jahr 1868 auf.
Der Bau der Union Pacific Eisenbahnlinie führte zur Entstehung der Bretterstadt Julesburg, in der die Gleisarbeiter sich entspannen und amüsieren konnten. Natürlich lockte das auch viele Abenteurer, Glücksspieler, Betrüger und Prostituierte an, die den Arbeitern das Geld aus der Tasche zogen. Nachdem die Situation außer Kontrolle geriet und es sogar Tote gab, griff der zuständige General Casement am 4. Juli 1868 hart durch.
Natürlich haben sich die Geschehnisse nicht im Detail so abgespielt wie in dem Roman geschildert. Doch gerade die fiktiven Personen und Zusammenhänge sind es, die dem Leser ein greifbares und nachvollziehbares Bild der damaligen Zustände vermitteln.
Die Härte und Kompromißlosigkeit, mit der Casements Gruppe vorging, die schnell ausgesprochenen und harten Urteile, mögen heute vielen moralisch fragwürdig erscheinen, doch es ist immer leicht, mit Abstand ein solches Urteil zu fällen über eine Zeit, in der man mit anderen Problemen konfrontiert war und der Überlebenskampf rauher war als heute.
Vielleicht hilft Wallons Roman, diese Zeit etwas besser zu verstehen.
Man könnte noch kritisieren, daß die Charaktere in dieser Geschichte etwas oberflächlich ausgearbeitet sind.
Doch dies kann man dem Autor nicht vorwerfen. Für einen Heftroman gibt es nun einmal begrenzende Vorgaben, was die Seitenzahl angeht und diese machen Abstriche leider notwendig.
Dennoch kann man sagen, daß diese Seiten gut und lesenswert gefüllt wurden
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