1. Fußball-WM
Nein, ich mag kein Fußball. Ok, wens interessiert, wers gern schauen möchte, das ist jedermans Recht. Aber wieso wird man fast sogar gezwungen, sich das mit anzutun? Überall, wo man hinkommt - Fußball. Sagt man, daß einem das Ganze egal ist und man nichts davon hören möchte, wird man angesehen, als hätte man ein Verbrechen begangen. Nicht mal in einen Zeitungsladen kann man mehr gehen, ohne daß man von einer Fußballfratze auf sämtlichen Titelbildern angegrinst wird.
Leute, sehts Euch an, habt Euren Spaß, freut Euch. ABER LASST UNS IN RUHE DAMIT
2. Fracking
Gleich zu einem ernsteren Thema. Wirklich? In den Medien hörte man nichts davon (wurde ja überall nur über Fußball berichtet). Statt dessen wurde das in aller Verschwiegenheit durchgewunken.
Groß reden kann man auch mit niemanden darüber "Lass mich doch in Ruhe mit dem Scheiß" (müssen über Fußball diskutieren)
Hier gehts wirklich ernsthaft um ein Thema, das jeden einzelnen existentiell betrifft. Da werden giftige Chemikalien in das Grundwasser gepumpt. Genau, in das Wasser, mit dem wir morgens duschen, uns die Zähne putzen, unseren Kaffee kochen, unser essen kochen und mit dem die Felder gegossen werden, auf dem das Getreide für unser Brot wächst und mit dem die Tiere gefüttert werden, aus denen das Fleisch im Supermarkt wird.
Also wieso darüber reden oder sich darüber Gedanken machen?
3. Bombenangriffe
Schön, wie wieder pauschalisiert wird. Jeder, der Stellung zu den israelischen Bombenangriffen bezieht, ist gleich Nazi oder zumindest antisemitsch.
A: Eine Kritik an einer Staatsregierung und das Bezeichnen eines Verstoßes gegen das Völkerrecht als genau solches hat NICHTS mit Diskriminierung eines Volkes, einer Bevölkerungsgruppe oder einer Glaubensgemeinschaft zu tun.
B: Die Kritik darf umgekehrt auch keine Rechtfertigung von Diskriminierung oder Antisemitismus werden. Was bitteschön können die Menschen für die Verbrechen einer Staatsregierung oder militärischer Befehlshaber?
C: Ja, "Frau" Merkel, Israel hat natürlich das Recht auf Selbstverteidigung und im Angriffsfall auf Vergeltungsmaßnahmen.
D: Nein, "Frau" Merkel, die Bombardierung ziviler Ziele mit der Inkaufnahme von Kindern unter den Opfenr hat NICHTS mehr mit Selbstverteidigung zu tun.
3. "Gaucho-Dance"
Ein sooooooo großer Skandal, daß unbedingt gleich ein Politikum daraus gemacht werden muß.
Was ist passiert? Ein paar Fußballer haben gefeiert und sich wie die kleinen Kinder benommen.
Was haben denn alle erwartet? Es ist die Fußball Nationalmannschaft. Was sollten sie tun? Vorlesungen über Quantenphysik halten? Kompetent und sachlich argumentieren? Drei und Vier zusammen zählen?
Man, allein, daß sie das Wort "Gaucho" aussprechen konnten, übersteigt doch das, was von ihrer geistigen Leistungsfähigkeit zu erwarten war. Sollen sie sich freuen und feiern, das tut niemandem weh und ist kein Grund für einen solchen Medienrummel. (Aber solange das hochgespielt werden kann, muß ja niemand über unbequeme Themen berichten, also wird sich das noch eine Weile hinziehen)
4. Facebookspielanfragen
Leute, es ist ja schön, wenn Ihr mit den Spielen auf Facebook Spaß habt. Und es ist sicher nett gemeint, wenn Ihr Eure Freunde daran teilhaben lassen wollt. Aber irgendwann wird es mit den ständigen Anfragen für Facebookspiele mal genug.
Erstens habe ich genug mit anderen Dingen zu tun und zweitens bin ich aufgrund meines Gesundheitszustandes suchtgefährdet. Da ich das weiß, vermeide ich den Kontakt mit körperlich abhängig machenden Substanzen und mit psychisch abhängig machenden Einflüssen.
Außerdem poppe ich keine Puddings
19 Juli 2014
27 März 2014
Rezension: Mosaik 460 "Tumult im Theater"
Das Mißverständnis, das fast zu einer Schlacht am Limes geführt hätte, kann noch rechtzeitig aufgeklärt werden.
Occius heuert zwei Meuchelmörder an, um zu verhindern, daß die Friedgeiseln nach Rom gelangen.
Ohne eine Ahnung davon zu haben, bereitet Superbificus Spontifex eine Zirkusdarbietung in der Grenzstadt vor. Doch dabei kommt es zu einer Reihe unvorhergesehener Zwischenfälle.
Auf der Flucht vor Occius und seinen Meuchelmördern finden Titus und die Kinder Zuflucht bei dem Zirkus. Gemeinsam reisen sie weiter nach Rom.
Wie im vorigen Heft kann man die Einflüsse deutlich erkennen, die die Künstler inspiriert haben mögen.
Die Schlägerei zwischen Wigbald und Hariobaudes könnte man wahrscheinlich auch ähnlich in einem Asterix-Band finden, der titelgebende Tumult im Theater jedoch wird jedem echten Mosaik-Fan nostalgische Tränen in die Augen treiben, denn hier scheint der Geist früherer Digedag-Ausgaben wieder zu leben.
Im Magazinteil wird der Limes näher betrachtet, was auch für den Geschichtsunterricht interessant sein könnte.
Im Magazinteil wird der Limes näher betrachtet, was auch für den Geschichtsunterricht interessant sein könnte.
Rezension: „Dein“ SM-Roman von Lilly Grünberg
Sophie Lorato ist gelangweilt. Kein Top erfüllt ihr Bedürfnis nach einem dominanten Herrn. Bis sie von einem geheimnisvollen Dom hört, der alle anderen übertreffen soll. Es gelingt ihr, von ihm als Sklavin angenommen zu werden. Doch es wird eine härtere Prüfung, als sie erwartet hat.
Wer eine Schilderung raffinierter Erziehungsspiele oder erotischer Exzesse erwartet, wird von diesem Roman enttäuscht werden. Darum geht es nur am Rande ein wenig.
Dafür aber wird die völlige Selbstaufgabe und totale Unterwerfung thematisiert.
Mehr ein härterer Liebesroman als ein reiner SM-Roman.
25 März 2014
Rezension: "Gespräch mit Goth" von Thomas Manegold
Ein SzeneDJ, der an sich selbst und seinem Leben verzweifelt und es doch nicht ändern kann, blickt zurück und versucht dennoch, nach vorn zu gehen.
Dabei werden seine Gedanken über die gesellschaftliche Situation, gescheiterte Autoren und eine Bewegung, die doch mal anders sein wollte, offenbart.
Und dann gibt es da doch noch einen Ort, wo er sich selbst leben kann.
Ich habe mal gesagt, ich habe die Schnauze voll von Büchern, in denen der Protagonist über sein Leben jammert, sich über die urbane Melancholie (schüttel) auslässt.
Was ist an Thomas Manegolds Roman anders?
Schlicht und einfach: TOM KANN ES!
So trifft wirklich jedes Wort schmerzhaft genau.
Vielleicht sollte man das Buch zwei mal lesen, denn die ungewohnte Erzählweise in Gedankenbildern und reinen Dialogen macht es beim ersten Mal schwer, nachzuvollziehen, welche Figur gerade erzählt.
Ebenfalls zu empfehlen: „Vorgespräch mit Goth“. Ein kleines Büchlein, das Auszüge aus dem Roman, aber auch neue Texte und eine CD von Lisa Morgenstern enthält.
Eine kleine Warnung: Dieses Buch sollte man nicht während eines depressiven Absturzes lesen
Dabei werden seine Gedanken über die gesellschaftliche Situation, gescheiterte Autoren und eine Bewegung, die doch mal anders sein wollte, offenbart.
Und dann gibt es da doch noch einen Ort, wo er sich selbst leben kann.
Ich habe mal gesagt, ich habe die Schnauze voll von Büchern, in denen der Protagonist über sein Leben jammert, sich über die urbane Melancholie (schüttel) auslässt.
Was ist an Thomas Manegolds Roman anders?
Schlicht und einfach: TOM KANN ES!
So trifft wirklich jedes Wort schmerzhaft genau.
Vielleicht sollte man das Buch zwei mal lesen, denn die ungewohnte Erzählweise in Gedankenbildern und reinen Dialogen macht es beim ersten Mal schwer, nachzuvollziehen, welche Figur gerade erzählt.
Ebenfalls zu empfehlen: „Vorgespräch mit Goth“. Ein kleines Büchlein, das Auszüge aus dem Roman, aber auch neue Texte und eine CD von Lisa Morgenstern enthält.
Eine kleine Warnung: Dieses Buch sollte man nicht während eines depressiven Absturzes lesen
22 März 2014
Rezension: „Alice vs. Wunderland – Eine Pubertäts Dramödie“ von Christian von Aster und K. Ninchen
Die junge Alice Liddell hat es nicht leicht. Probleme in der Schule, zu hause und dann macht auch noch ihr Freund Schluß.
Traurig folgt sie einem weißen Kaninchen mit Taschenuhr, das urplötzlich vor ihr auftaucht und sie in ein bizarres Fantasiereich führt.
Die Geschichte ist bekannt und so fragt man sich „Brauchen wir wirklich eine neue Version von Lewis Carrolls ‚Alice …’?“ – Die Antwort ist „Nein!“
Doch wenn diese neue Version mit dem großartigem Humor und der Liebe zu eleganten Sprachkapriolen eines Christian von Aster erzählt wird, dazu die Bilder von benSwerk, die irgendwo zwischen Kinderbuchillustration, PunkArt und Tim-Burton-Film liegen, ist es egal, ob wir ein solches Buch ‚brauchen’ – MAN WILL ES!
Traurig folgt sie einem weißen Kaninchen mit Taschenuhr, das urplötzlich vor ihr auftaucht und sie in ein bizarres Fantasiereich führt.
Die Geschichte ist bekannt und so fragt man sich „Brauchen wir wirklich eine neue Version von Lewis Carrolls ‚Alice …’?“ – Die Antwort ist „Nein!“
Doch wenn diese neue Version mit dem großartigem Humor und der Liebe zu eleganten Sprachkapriolen eines Christian von Aster erzählt wird, dazu die Bilder von benSwerk, die irgendwo zwischen Kinderbuchillustration, PunkArt und Tim-Burton-Film liegen, ist es egal, ob wir ein solches Buch ‚brauchen’ – MAN WILL ES!
21 März 2014
Rezension: „Metamorphosen – Auf den Spuren H.P. Lovecrafts“
Mit seinem Cthuluh-Mythos schuf Howard P. Lovecraft ein Werk, das die moderne Horrorliteratur beeinflussen sollte, wie nichts anderes.
Kein Wunder, daß sich viele Bücher, Filme und Comics mit dieser Thematik befassen.
Diese Anthologie reiht sich perfekt darin ein und bricht doch daraus hervor.
Denn hier kommt der Schrecken nicht von den Sternen, den Dimensionen zwischen den Türen oder den Tiefen der Ozeane. Er mag dort seinen Ursprung haben, doch ist schon lange bei uns angekommen.
Shoggoten, Deep Ones, Mi-Go oder Wesen, die Dienerkreaturen, Große Alte oder sogar einer der Älteren Götter sein könnten, leben in menschlicher Gestalt auf der Erde und warten darauf, daß die Sterne in der richtigen Konstellation stehen und Cthulhu aus seinem Schlaf erwacht.
Die Figuren stehen dem Grauen hilflos gegenüber und nicht nur einmal muß der Protagonist einer Geschichte erkennen, wie wenig er bisher über seine wahre Natur wußte.
Mit Beiträgen von Christian Damerow, Jan-Christoph Prüfer, Carsten Steenberger, Nina Horvath, Thomas Backus, Sabrina Eberl, Marco Bianchi, Samuel White, Chris Schlicht, Markus Niebrios, Christian Stobbe, Sascha Erni, Robin Hascher, Timo Bader
Erschienen im Verlag Torsten Low
Kein Wunder, daß sich viele Bücher, Filme und Comics mit dieser Thematik befassen.
Diese Anthologie reiht sich perfekt darin ein und bricht doch daraus hervor.
Denn hier kommt der Schrecken nicht von den Sternen, den Dimensionen zwischen den Türen oder den Tiefen der Ozeane. Er mag dort seinen Ursprung haben, doch ist schon lange bei uns angekommen.
Shoggoten, Deep Ones, Mi-Go oder Wesen, die Dienerkreaturen, Große Alte oder sogar einer der Älteren Götter sein könnten, leben in menschlicher Gestalt auf der Erde und warten darauf, daß die Sterne in der richtigen Konstellation stehen und Cthulhu aus seinem Schlaf erwacht.
Die Figuren stehen dem Grauen hilflos gegenüber und nicht nur einmal muß der Protagonist einer Geschichte erkennen, wie wenig er bisher über seine wahre Natur wußte.
Mit Beiträgen von Christian Damerow, Jan-Christoph Prüfer, Carsten Steenberger, Nina Horvath, Thomas Backus, Sabrina Eberl, Marco Bianchi, Samuel White, Chris Schlicht, Markus Niebrios, Christian Stobbe, Sascha Erni, Robin Hascher, Timo Bader
Erschienen im Verlag Torsten Low
19 März 2014
Rezension: "Für alle benutzbar" SM-Roman von Alex Lain
Es geht um eine junge devote Frau, die von ihrem Herrn anderen Männern zur sexuellen Benutzung vorgeführt wird. Mehr ist über die Handlung nicht zu sagen.
Der Verlag "Blue Panther Books" hat einen gewissen Ruf, was erotische Literatur betrifft. Höchstwahrscheinlich auch zu Recht (ich kenne zu wenig aus dem Verlagsprogramm, um darüber ein Urteil abgeben zu können)
Doch dieses Buch bestätigt diesen Ruf absolut nicht.
Eine Geschichte wird nicht erzählt. Vielmehr erinnert das Buch an eine dieser Episodengeschichten, wie sie in einigen SM-Internetforen üblich sind.
Als Extrem-Fantasie kann man dieses Buch vielleicht durchgehen lassen (obwohl es dafür zu langweilig ist)
Aber als Anregung oder zur Nachahmung ist es nicht zu empfehlen. Da wäre es bedenklich oder sogar gefährlich und würde die Grenze zur Vergewaltigung mehrfach überschreiten.
(Das zwischenmenschliche Element fehlt völlig, Safewort und Ampelcode scheinen nicht zu existieren, je ekliger und brutaler Sklaven und Sklavinnen gequält werden desto besser, Sie dürfen von jedem ohne Ausnahme und ohne Vetorecht benutzt werden)
Ich habe nichts dagegen, wenn SM-Literatur auch mal heftiger wird, aber hier fehlt jeder Anreiz, der das rechtfertigen würde.
Ich werde mir trotzdem weiter Bücher dieses Verlags zulegen und hoffe auf Besseres
Der Verlag "Blue Panther Books" hat einen gewissen Ruf, was erotische Literatur betrifft. Höchstwahrscheinlich auch zu Recht (ich kenne zu wenig aus dem Verlagsprogramm, um darüber ein Urteil abgeben zu können)
Doch dieses Buch bestätigt diesen Ruf absolut nicht.
Eine Geschichte wird nicht erzählt. Vielmehr erinnert das Buch an eine dieser Episodengeschichten, wie sie in einigen SM-Internetforen üblich sind.
Als Extrem-Fantasie kann man dieses Buch vielleicht durchgehen lassen (obwohl es dafür zu langweilig ist)
Aber als Anregung oder zur Nachahmung ist es nicht zu empfehlen. Da wäre es bedenklich oder sogar gefährlich und würde die Grenze zur Vergewaltigung mehrfach überschreiten.
(Das zwischenmenschliche Element fehlt völlig, Safewort und Ampelcode scheinen nicht zu existieren, je ekliger und brutaler Sklaven und Sklavinnen gequält werden desto besser, Sie dürfen von jedem ohne Ausnahme und ohne Vetorecht benutzt werden)
Ich habe nichts dagegen, wenn SM-Literatur auch mal heftiger wird, aber hier fehlt jeder Anreiz, der das rechtfertigen würde.
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