10 Januar 2014

Rezension: "Jule und der verschollene Hengst" von Jan Flieger

Jule ist sauer auf ihre Eltern. Denn diese haben den Hengst „Blacky“, den sie von ihrer Großmutter geerbt hat, verkauft. Nach Wochen geschieht ein Wunder: sie  erklären sich bereit, „Blacky“ zurück zu kaufen. Doch dabei gibt es ein Problem, denn „Blacky“ ist in Tokio.  So bricht Jule mit ihrem Vater auf, ihr geliebtes Pferd zu suchen.

Der selbe Jan Flieger, der sich in seinen Kriminalromanen mit einen solchen psychologischem Gespür in die Gedankenwelten von Serienkillern und Mördern versetzen kann, daß man Angst vor ihm bekommen könnte, beweist mit diesem Buch, daß seine Empathie auch in andere Richtungen reicht.
Und so fühlt der Leser die Verzweiflung, Hoffnung und Angst seiner jungen Heldin mit.

Wie in seinem Krimi „Man stirbt nicht lautlos in Tokyo“ schildert er das bizarr und fremdartig erscheinende Leben in der Millionenmetropole fast greifbar real.

Das Buch ist bewusst einfach geschrieben, um junge Leserinnen bis etwa 10 Jahre anzusprechen. Dies ist aber kein Kritikpunkt, sondern ist dem Thema und der Zielgruppe genau angemessen.

08 Januar 2014

Rezension: "Der Fluch von Fort Henry" von Ronda Baker-Summer

1859. Der Kommandant von Fort Henry, Peter James, bringt seine todkranke Frau zu dem indianischen Schamanen Anashibene. Doch auch der kann sie nicht mehr retten. Daraufhin lässt der Colonel Anashibene aufhängen. Vor seinem Tod spricht der Schamane einen Fluch über die Familie des Colonels aus.

150 Jahre später.  Fort Henry ist ein „lebendes Museum“, in dem jedes Jahr das Leben im 18. Jahrhundert nachgestellt wird. Kommandant ist in diesem Jahr der Geschichtsprofessor Lawrence Winters, der 16 seiner Studenten mitbringt.
Doch einer der Teilnehmer des Projekts verschwindet und wird ermordet und zerstückelt aufgefunden.
Nur der Student Duncan Bright glaubt, daß sich der alte Fluch erfüllen könnte.
Der zuständige Detective Perkins sucht eher nach einem psychopathischen Serienkiller, gewaltbereiten Indianern oder fanatischen Indianerhassern.
Niemand denkt, daß all das gleichermaßen zutreffen könnte.

Etwa bis zur Mitte des Buches ist es ein klassischer Kriminalroman, bei dem man versucht, den Täter mitzuraten.
Dann ändert es sich und der Leser wird mit einem Geiseldrama konfrontiert.
Beides gute Zutaten für einen Thriller.

Natürlich enthält auch dieses Buch viele kritische Ansätze. Einen bedeutenden Teil der Auflösung des Konflikts trägt Frank Peters bei, ein Opfer eines dunklen Kapitels neuerer kanadischer Geschichte.

Die verschiedenen Motive und Handelsweisen der Figuren, die unabhängig voneinander doch zum gleichen Punkt führen, verleihen dem Buch ein kleines bißchen „Twin Peaks“-Flair.
Und auch ein wenig Mystery ist dabei, ist es doch am Ende Anashibene selbst, der 150 Jahre nach seinem Tod noch den letzten entscheidenden Hinweis gibt.

Das Ende ist vielleicht ein wenig zu versöhnlich, doch sonst ein spannend zu lesendes Buch.

Auf den letzten Seiten werden noch ein paar interessante und unterstützenswerte Hilfsprogramme und –projekte vorgestellt, mit denen man sich gern mal befassen darf

07 Januar 2014

Rezension: Lori Handeland "Shakespeare Undead - Der Untoten Zähmung

Katherine Dymond ist eine Zombiejägerin im London des Jahres 1616. Versehentlich tötet sie bei einer ihrer Jagden einen jungen Mann. Von schweren Gewissensbissen geplagt zieht sie sich zurück. Doch dann trifft sie ihn wieder und verliebt sich in ihn. Was sie nicht weiß: Er ist ein Vampir, der sich in der Vergangenheit selbst der Zombies bedient hat. Sein Name: William Shakespeare.
Gemeinsam versuchen sie, hinter das Geheimnis der Zombiearmee zu kommen, die London zu überrennen droht.

Die Zombies in dieser Geschichte sind eine eigenartige Mischung aus den gelenkten Toten der mythologischen Überlieferung und der modernen Interpretation, die auf George R. Romero zurück geht.

Der Roman an sich dümpelt eher belanglos in einer ganzen Flut pseudoromantischer Pseudogruselromane, die dutzendfach auf den Markt geworfen werden.
Lesenswert ist er nur wegen der vielen Anspielungen auf die Werke des wirklichen William Shakespeare, die in die Geschichte verflochten werden. Und auf die vielen anderen Werke, die wohl auf sein Konto hätten gehen können, wäre er tatsächlich auch körperlich unsterblich gewesen.

Man kann das Buch lesen und vielleicht auch Spaß daran haben, aber man hat auch nichts verpasst, wenn man es nicht kennt.

Hier gibt Clint Eastmouse noch seinen Senf dazu ab

20 November 2013

Der neue Werbespot von Dr. Oetker

Heute doch mal wieder bei jemandem Fernsehen geschaut und den neuen Werbespot für den "PizzaBurger" von Dr. Oetker gesehen.
Der Slogan hieß "Für alle, für die Salat nur Tischdeko ist. Für alle, die ihren Sixpack lieber trinken als trainieren..."
Was ist die Aussage dieses Werbespots?
Ich habs so verstanden: "Für fettleibige dumme Prolls, die sich total gehen lassen, nach vollgeschitzten T-Shirts stinken, sich nur auf der Couch aufhalten und mit spätestens 40 Jahren ihren ersten Herzinfarkt erleiden." (Nicht, daß das letzte ein Verlust wäre, das nennt man "natürliche Auslese")

09 Oktober 2013

Lilly - mein glücklicher Moment für heute

Für einiger Zeit hatten meine Mutter und die Mitbewohner im Haus sich um eine Streunerkatze gekümmert.
Die Kleine hatte einen Unfall und dadurch ihren Schwanz verloren und Verletzungen am Darm. Dafür aber war sie sehr zutraulich und anhänglich. Die Kleine wurde Lilly genannt und wuchs allen Mitbewohnern ans Herz. Doch irgendwann wurde es mit ihrer Verletzung schlimmer und dann war sie auch noch trächtig. Da jeder im Haus schon selbst eine Katze hatte, war es schwer, sie mit aufzunehmen. Schweren Herzens mußten sie sie von einer Mitarbeiterin des tierheims abholen lassen.
Heute haben wir es (seit viel zu langer Zeit) mal wieder geschafft, zum Hundeausführen ins Tierheim zu fahren. Bei dieser Gelegenheit konnte ich nach meiner süßen schauen. Es geht ihr gut, sie ist bei den Mitarbeitern total beliebt und wird von allen verwöhnt. Leider konnte ich sie bei mir auch nicht aufnehmen und ich bin echt glücklich, daß sie es jetzt besser hat und sie gut versorgt wird.
Jetzt hoffe ich nur noch, daß sie bald ein liebevolles zuhause findet.
(Die Mitarbeiter des Tierheims haben sie Georgina genannt)

Hier gibt es ein Foto der Süßen

Am Freitag findet eine Ausstellung zugunsten des Langenberger Tierheims statt, HIER geht es zum Veranstaltungstermin

07 Oktober 2013

Rezension: Dämonenland 10 "Die Voodoo-Königin" von Earl Warren

Als nick Blake einen panischen Anruf seines Freundes Dr. Oren Marshall erhält, hält er dessen Schilderung, er würde von einem lebenden Toten verfolgt, für Phantastereien. Doch kurz darauf ist Dr. Marshall tot.
Gemeinsam mit seiner Frau Sandra geht Nick dem Vorfall nach und stößt auf eine Voodoo-Verschwörung. Ziel der Hexe Lierva ist nichts geringeres als die Weltherrschaft.

Dieser Roman entstand 1973, und das merkt man ihm an. Denn er erinnert an eine typische 70er Jahre Krimiserie. "Hart aber herzlich" mit Voodoo-Touch. Das soll jetzt aber keine Abwertung des Romans sein. Gerade Nostalgiker werden ihn lieben.

Besonders positiv ist, daß die Zombies hier nicht als herumlaufende Leichen, die Menschen fressen, sondern kulturhistorisch korrekt beschrieben werden.

Nur die Auflösung der Identität der Hexe ist enttäuschend, da diese sich schon nach den ersten Seiten verrät.

Kein Höhepunkt der Reihe, aber ein schöner und guter Horror-Krimi.

Ursprünglich erschienen als Gespenster-Krimi Band 21

Hier gibt es das Titelbild des Romans

Rezension: "Auf den Schwingen der Hölle" von Jan Flieger

Bachmann kennt nur ein Ziel: den Tod Heiko Emmerleins, des Mörders seiner Tochter. Als Emmerlein aus der Haft entlassen wird, folgt Bachmann ihm auf die Lofoten. Wie im Wahn folgt er Emmerleins Spur, ohne Rücksicht auf seine Frau, die immer tiefer in ihren Depressionen versinkt. Und auch er selbst verliert sich im Verfolgungswahn.

Wieder ein sehr schweres Buch von Jan Flieger.
Denn obwohl man die Motivation Bachmanns fragwürdig findet, fühlt man doch auch mit ihm und hofft mit ihm. (Und fühlt sich schlecht deswegen)
Und auch seine Paranoia erfasst den Leser.
Ich habe das Buch mit einem mal durchgelesen, denn weglegen konnte ich es einfach nicht.

Am 16.10. liest Jan Flieger in der Kleinen Galerie in Hohenstein-Ernstthal
Hier die näheren Infos

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