STAR TREK wurde schon immer gern parodiert. Sehr oft eher mit peinlichem Hinfall-Slapstick oder Fäkalhumor. Doch es gibt auch liebevollere Methoden, eine Serie auf die Schippe zu nehmen.
Was zum Beispiel, wenn man das mächtigste Schiff der Flotte mit einer hochqualifizierten Crew einem Volltrottel überlässt? Und was tut die Mannschaft, um die Unzulänglichkeiten ihres Captains zu überdecken?
Seit ich das erste Mal eine Folge (Es war der zweite Teil)gesehen hatte, war ich ein Fan Captain Robert T. Norads und der HIGHLANDER. Gerade der zweite Teil ist meines Erachtens auch der beste. Denn in dieser Episode werden einige Szenarien aus "Next Generation" noch einmal aufgegriffen, aber eben von Norad anders gehandhabt als von Jean-Luc Picard. ("Der Picard" hätte seine Göttlichkeit nie ausgenutzt, um eine Religion zu erschaffen, noch dazu im alkoholisiertem Zustand) Sicher gibt es auch unterschiedliche Meinung, welche HIGHLANDER die beste war, aber ich bleibe einfach bei der NCC-2404, der ersten und einzig wahren.
Für mich persönlich hat diese Serie auch noch eine besondere Bedeutung. Ich hatte immer davon geträumt, irgendwann einmal meine Zeilen veröffentlciht zu sehen, wußte aber nicht, wie ich das erreichen soll. Die Ausstrahlung der Serie war für mich so etwas wie ein Startsignal. Eben, daß man es auch schaffen kann, seine Arbeit in die Öffentlichkeit zu bringen, wenn man sich nur dahinter klemmt und hart genug dafür arbeitet. (Deshalb war es für mich auch etwas besonderes, als Robert T. Norad-Darsteller Robert Amper mir das Vorwort für eins meiner Bücher schrieb)
Jetzt gibt es die einzelnen Folgen endlich auch auf Youtube. Bisher hatte ich alle Teile auf VHS, habe aber keinen Videorekorder mehr. Eine schöne Möglichkeit also, sie mal wieder zu sehen oder, wer sie noch nicht kennt, sie zum ersten Mal anzuschauen.
Der dritte Teil fehlt bisher noch und Teil fünf ist Gema-gesperrt. Hier mal die einzelnen Links:
Teil Eins
Teil Zwei
Teil Drei (kommt noch)
Teil Vier
Teil Fünf
22 Mai 2013
14 Mai 2013
Buchrezension: "Doctor Who - Kampf um die Erde" von Terrance Dicks
(Dieser Roman spielt in der zweiten Staffel der Serie)
Noch immer hat der Doctor die TARDIS nicht unter Kontrolle. Umso glücklicher der Zufall, als er Barbara und Ian endlich nach London zurück bringen kann. Doch sie befinden sich in der falschen Zeit: Es ist 2080. 120 Jahre nach dem Jahr, aus dem sie stammen. London ist zerstört. Doch der eigentliche Schrecken zeigt sich erst noch: Es sind die Daleks, die die Erde erobert haben. Entgegen der Annahme des Doctors wurden sie nicht auf Skaro ausgerottet. Im Gegenteil, sie haben sich weiterentwickelt und sind nun noch gefährlicher.
Es stellt sich heraus, daß sie die Erde nicht beherrschen, sondern aus ihrer Umlaufbahn entführen wollen. Nut mit Hilfe ihrer eigenen Technologie kann der Doctor sie schließlich aufhalten.
Doch danach muß er eine schmerzhafte Entscheidung treffen.
Erst Ende der 80er wurden einige Folgen auf deutsch synchronisiert. Zumal auch noch etwa 100 Episoden nicht mehr existieren, bieten die Begleitromane eine schöne Gelegenheit, die frühen Abenteuer des Doctors und seiner Begleiter doch noch nachzuvollziehen.
In dieser Geschichte tauchten zum zweiten Mal die Daleks als Gegner auf. Wegen ihrer Brutalität und ihrer Erscheinung versteckten sich viele Kinder bei der Ausstrahlung hinter dem Sofa, was zu einer gebräuchlichen Redewendung führte.
Neben den Episoden mit William Hartnell als Doctor wurden die Dalekfolgen aus der ersten und zweiten Staffel unabhängig von der Serie noch einmal mit Peter Cushing in der Hauptrolle verfilmt. Doch wie die Serie erschienen auch diese Filme nie auf deutsch.
Die Motivation der Daleks, die Erde zu stehlen, wurde lange Zeit nicht erklärt. Erst nach dem Neustart der Serie wurde dieses Thema wieder aufgegriffen und die zehnte Inkarnation des Doctors, dargestellt von David Tennant, löste diesen Handlungsfaden auf.
Noch immer hat der Doctor die TARDIS nicht unter Kontrolle. Umso glücklicher der Zufall, als er Barbara und Ian endlich nach London zurück bringen kann. Doch sie befinden sich in der falschen Zeit: Es ist 2080. 120 Jahre nach dem Jahr, aus dem sie stammen. London ist zerstört. Doch der eigentliche Schrecken zeigt sich erst noch: Es sind die Daleks, die die Erde erobert haben. Entgegen der Annahme des Doctors wurden sie nicht auf Skaro ausgerottet. Im Gegenteil, sie haben sich weiterentwickelt und sind nun noch gefährlicher.
Es stellt sich heraus, daß sie die Erde nicht beherrschen, sondern aus ihrer Umlaufbahn entführen wollen. Nut mit Hilfe ihrer eigenen Technologie kann der Doctor sie schließlich aufhalten.
Doch danach muß er eine schmerzhafte Entscheidung treffen.
Erst Ende der 80er wurden einige Folgen auf deutsch synchronisiert. Zumal auch noch etwa 100 Episoden nicht mehr existieren, bieten die Begleitromane eine schöne Gelegenheit, die frühen Abenteuer des Doctors und seiner Begleiter doch noch nachzuvollziehen.
In dieser Geschichte tauchten zum zweiten Mal die Daleks als Gegner auf. Wegen ihrer Brutalität und ihrer Erscheinung versteckten sich viele Kinder bei der Ausstrahlung hinter dem Sofa, was zu einer gebräuchlichen Redewendung führte.
Neben den Episoden mit William Hartnell als Doctor wurden die Dalekfolgen aus der ersten und zweiten Staffel unabhängig von der Serie noch einmal mit Peter Cushing in der Hauptrolle verfilmt. Doch wie die Serie erschienen auch diese Filme nie auf deutsch.
Die Motivation der Daleks, die Erde zu stehlen, wurde lange Zeit nicht erklärt. Erst nach dem Neustart der Serie wurde dieses Thema wieder aufgegriffen und die zehnte Inkarnation des Doctors, dargestellt von David Tennant, löste diesen Handlungsfaden auf.
11 Mai 2013
Comicrezension: "STAR TREK: COUNTDOWN"
Der 12. Star Trek-Film läuft gerade im Kino. Ich gehe einen Schritt zurück und werfe einen Blick auf "STAR TREK: COUNTDOWN", die Vorgeschichte zum 11. Teil der Reihe.
Es hat bei STAR TREK Tradition, daß die Bücher die Charaktere näher beleuchten und ihre Handlungsweise nachvollziehbarer machen. In diesem Fall wurde das noch weiter getrieben. Tatsächlich wurde nur die Hälfte der Geschichte verfilmt.
Welche Verbindung gibt es zwischen Nero und Spock?
Was geschah mit Romulus?
Warum wollte Nero die Geschichte ändern?
Erinnern wir uns: Nachdem die ENTERPRISE-E und die romulanische Flotte gemeinsam Shinzon und die Remaner aufgehalten haben, gab es endlich so etwas wie Frieden zwischen den Romulanern und der Föderation. Spock, der auf Romulus im Untergrund lebte, wird nun zum offiziellen Botschafter. Data, der vor seinem Tod sein Bewußtsein auf B-4 übertragen konnte, kommandiert die ENTERPRISE. Worf ist General im klingonischen Reich. Picard lebt als terranischer Botschafter auf Vulkan.
Die Crew des romulanischen Bergbauschiffes NARADA beobachtet, wie ein Stern zur Supernova wird. Diese Explosion ist so stark, daß sie die gesamte Galaxis zerstören könnte. Spock glaubt, daß man mit instabiler roter Materie die Explosion stoppen könnte. Doch das Mißtrauen der romulanischen und der vulkanischen Regierung verhindert eine Zusammenarbeit. Nur Nero, der Captain der NARADA unterstützt Spock.
Trotz der Bemühungen der ENTERPRISE und der NARADA kommt die Hilfe zu spät. Nero muß mit ansehen, wie Romulus, auf dem sich seine schwangere Frau befindet, zerstört wird. Lediglich der romulanische Senat kann sich evakuieren. Von Rachegelüsten getrieben tötet Nero die Senatsmitglieder. Auf einem romulanischem Außenposten wird die NARADA mit Borgtechnologie aufgerüstet. Er beginnt einen Rachefeldzug gegen die Föderation. In einem Gefecht mit der klingonischen Flotte gerät General Worf in seine Gewalt. (Leider bleibt offen, ob Worf getötet wird oder gerettet werden kann).
Inzwischen fliegt Spock mit der "Qualle", einem experimentellem Raumschiff von Geordi LaForge, ins Zentrum der Explosion. Nero verfolgt seinen ehemaligen Freund, den er als Verräter betrachtet.
Zwar kann Spock die Explosion umkehren, doch die "Qualle" und die NARADA werden in das schwarze Loch gezogen, das er geschaffen hat.
Der darauf folgende Film setzt dann vor der klassischen Serie ein. Durch den temporalen kalten Krieg und Neros Zeitreise hat sich alles völlig anders entwickelt. Zwar sind es die selben Crewmitglieder, doch haben sie völlig andere Hintergründe. Eigentlich wäre das ein schöner Neueinstieg, doch leider lassen die neuen Filme alles vermissen, was STAR TREK ausmachte und sind zu 08/15-Popkornkino verkommen.
Und weder der temporale kalte Krieg noch Neros Manipulationen erklären, wieso Pike auf einmal älter als Kirk sein soll.
Es hat bei STAR TREK Tradition, daß die Bücher die Charaktere näher beleuchten und ihre Handlungsweise nachvollziehbarer machen. In diesem Fall wurde das noch weiter getrieben. Tatsächlich wurde nur die Hälfte der Geschichte verfilmt.
Welche Verbindung gibt es zwischen Nero und Spock?
Was geschah mit Romulus?
Warum wollte Nero die Geschichte ändern?
Erinnern wir uns: Nachdem die ENTERPRISE-E und die romulanische Flotte gemeinsam Shinzon und die Remaner aufgehalten haben, gab es endlich so etwas wie Frieden zwischen den Romulanern und der Föderation. Spock, der auf Romulus im Untergrund lebte, wird nun zum offiziellen Botschafter. Data, der vor seinem Tod sein Bewußtsein auf B-4 übertragen konnte, kommandiert die ENTERPRISE. Worf ist General im klingonischen Reich. Picard lebt als terranischer Botschafter auf Vulkan.
Die Crew des romulanischen Bergbauschiffes NARADA beobachtet, wie ein Stern zur Supernova wird. Diese Explosion ist so stark, daß sie die gesamte Galaxis zerstören könnte. Spock glaubt, daß man mit instabiler roter Materie die Explosion stoppen könnte. Doch das Mißtrauen der romulanischen und der vulkanischen Regierung verhindert eine Zusammenarbeit. Nur Nero, der Captain der NARADA unterstützt Spock.
Trotz der Bemühungen der ENTERPRISE und der NARADA kommt die Hilfe zu spät. Nero muß mit ansehen, wie Romulus, auf dem sich seine schwangere Frau befindet, zerstört wird. Lediglich der romulanische Senat kann sich evakuieren. Von Rachegelüsten getrieben tötet Nero die Senatsmitglieder. Auf einem romulanischem Außenposten wird die NARADA mit Borgtechnologie aufgerüstet. Er beginnt einen Rachefeldzug gegen die Föderation. In einem Gefecht mit der klingonischen Flotte gerät General Worf in seine Gewalt. (Leider bleibt offen, ob Worf getötet wird oder gerettet werden kann).
Inzwischen fliegt Spock mit der "Qualle", einem experimentellem Raumschiff von Geordi LaForge, ins Zentrum der Explosion. Nero verfolgt seinen ehemaligen Freund, den er als Verräter betrachtet.
Zwar kann Spock die Explosion umkehren, doch die "Qualle" und die NARADA werden in das schwarze Loch gezogen, das er geschaffen hat.
Der darauf folgende Film setzt dann vor der klassischen Serie ein. Durch den temporalen kalten Krieg und Neros Zeitreise hat sich alles völlig anders entwickelt. Zwar sind es die selben Crewmitglieder, doch haben sie völlig andere Hintergründe. Eigentlich wäre das ein schöner Neueinstieg, doch leider lassen die neuen Filme alles vermissen, was STAR TREK ausmachte und sind zu 08/15-Popkornkino verkommen.
Und weder der temporale kalte Krieg noch Neros Manipulationen erklären, wieso Pike auf einmal älter als Kirk sein soll.
07 Mai 2013
Buchrezension: "Doctor Who und das Kind von den Sternen" von Terrance Dicks
Die Serie "Doctor Who" wird 50 Jahre alt und ist somit (trotz Unterbrechungen) die am längsten laufende Serie der Welt.
Grund genug, einen großen Schritt zurück zu gehen, ganz an den Anfang. Der Roman "Doctor Who und das Kind von den Sternen" erzählt die Geschichte aus den ersten vier Folgen. Besonders interessant, da die ersten Folgen nie auf deutsch erschienen sind.
Die Schülerin Susan Foreman ist sehr seltsam. Auf der einen Seite genial, auf der anderen ist sie von den einfachsten und selbstverständlichsten Dingen überfordert. Ihre Lehrer, Barbara Wright und Ian Chesterton, wollen herausfinden, was es mit diesem seltsamen Mädchen auf sich hat und folgen ihr zu ihrem Großvater. Der ist noch merkwürdiger. Auf den Namen "Dr. Foreman" reagiert er nicht, sondern fragt statt dessen "Dr. Wer?" [Dr. Who?] Und es scheint, als habe er seine Enkeltochter in eine Polizeinotrufbox eingesperrt. Als Ian nachsehen will, findet er sich in einem Raum wieder, der innen größer ist als außen. Trotzdem will er nicht glauben, daß er sich in einem Zeit-Raum-Schiff befindet. Um ihn zu überzeugen, reist der Doctor in die Vergangenheit. Dort geraten sie in die Gewalt von Urmenschen, die nach einer Möglichkeit suchen, Feuer zu machen. Und im Stamm gibt es gerade heftige Machtkämpfe.
Das ursprüngliche Konzept der Serie sah vor, den Doctor und seine Begleiter in historische Ereignisse zu versetzen, um damit den Zuschauern (damals sollten noch Kinder das angesprochene Zielpublikum sein) Geschichte zu vermitteln bzw. sie dafür zu interessieren. Erst später kamen die reinen Science Fiction-Episoden.
So fiel die T.A.R.D.I.S. gleich in der ersten Folge der Serie zum Anfang der Menschheitsgeschichte zurück. Nebenbei wird noch erklärt, warum die Menschen angefangen haben, ihre Toten zu begraben.
Anfangs reiste der Doctor noch mit seiner Enkeltochter, später ließ er sie auf einer von Daleks zerstörten Erde zurück, damit sie ihr eigenes Leben führen und dem Planeten einen Neuanfang ermöglichen konnte.
Grund genug, einen großen Schritt zurück zu gehen, ganz an den Anfang. Der Roman "Doctor Who und das Kind von den Sternen" erzählt die Geschichte aus den ersten vier Folgen. Besonders interessant, da die ersten Folgen nie auf deutsch erschienen sind.
Die Schülerin Susan Foreman ist sehr seltsam. Auf der einen Seite genial, auf der anderen ist sie von den einfachsten und selbstverständlichsten Dingen überfordert. Ihre Lehrer, Barbara Wright und Ian Chesterton, wollen herausfinden, was es mit diesem seltsamen Mädchen auf sich hat und folgen ihr zu ihrem Großvater. Der ist noch merkwürdiger. Auf den Namen "Dr. Foreman" reagiert er nicht, sondern fragt statt dessen "Dr. Wer?" [Dr. Who?] Und es scheint, als habe er seine Enkeltochter in eine Polizeinotrufbox eingesperrt. Als Ian nachsehen will, findet er sich in einem Raum wieder, der innen größer ist als außen. Trotzdem will er nicht glauben, daß er sich in einem Zeit-Raum-Schiff befindet. Um ihn zu überzeugen, reist der Doctor in die Vergangenheit. Dort geraten sie in die Gewalt von Urmenschen, die nach einer Möglichkeit suchen, Feuer zu machen. Und im Stamm gibt es gerade heftige Machtkämpfe.
Das ursprüngliche Konzept der Serie sah vor, den Doctor und seine Begleiter in historische Ereignisse zu versetzen, um damit den Zuschauern (damals sollten noch Kinder das angesprochene Zielpublikum sein) Geschichte zu vermitteln bzw. sie dafür zu interessieren. Erst später kamen die reinen Science Fiction-Episoden.
So fiel die T.A.R.D.I.S. gleich in der ersten Folge der Serie zum Anfang der Menschheitsgeschichte zurück. Nebenbei wird noch erklärt, warum die Menschen angefangen haben, ihre Toten zu begraben.
Anfangs reiste der Doctor noch mit seiner Enkeltochter, später ließ er sie auf einer von Daleks zerstörten Erde zurück, damit sie ihr eigenes Leben führen und dem Planeten einen Neuanfang ermöglichen konnte.
Buchrezension: "Geheimnisvolle Bibliotheken" von Carolin Gmyrek (Hrsg)
Daß Bücher mehr sind als bedrucktes Papier ist nichts neues.
H.P. Lovecraft sprach von einem Buch, bei dem allein das Wissen um seine Existenz zum Wahnsinn führen könne. Und Michael Ende beschrieb ein Tor in eine fantastische und schöne Welt, das sich zwischen zwei Buchdeckeln befand.
Doch wo findet man solche Bücher? Und welche Geheimnisse umgibt die Orte, an denen sie aufbewahrt werden?
Solche und ähnliche Gedanken mögen es gewesen sein, die die Autoren zu den Geschichten dieser Anthologie bewegt haben.
Ob es Bücher sind, die die Realität schreiben; wandernde Bibliotheken; Geister alter Dichter; Bücher, die den Leser scheinbar zum Herrn über sein eigenes Schicksal machen; Spukwesen, die in einer Bibliothek nach einem Schatz suchen; Märchenfiguren, die ihre Bücher beschützen müssen; Bücher, die Leben zu nehmen oder zu geben wissen... Dies und vieles mehr erwartet den Leser.
Doch auch dieses Buch hat sein eigenes Geheimnis: Es nimmt den Leser gefangen und zwingt ihn, eine Geschichte nach der anderen zu lesen.. Und es verändert die Art, wie man Bücher betrachtet und wahrnimmt.
Ich muß gestehen, ich bin auch ein wenig neidisch. Denn immer hatte ich gehofft, für eins meiner Anthologieprojekte auch ein paar Comicbeiträge zu bekommen. Carolin Gmyrek ist es gelungen und so findet man neben dem geschriebenen Wort auch die wortlose gezeichnete Geschichte.
Mit Beiträgen von Carolin Gmyrek, Stefanie Hammes, Christian Damerow, Gregor Eder, Karsten Klein-Ihrler, Thomas Lohwasser und Vanessa Kaiser, Susanne Haberland, Ju Honisch, Fabienne Siegmund, Bettina Ferbus, Rainer Baumgärtel, Isa Theobald, Karin Jacob, Serena Hirano, Irene Bressel, Andrea Spille, Jan-Christoph Prüfer, Christian Endres, Charlotte Erpenbeck, Daniel schenkel, Christian von Aster, Paul Sanker, Benjamin Nemeth, Olaf Lahayne, Cornelia Röser, Gabriel de Vue
H.P. Lovecraft sprach von einem Buch, bei dem allein das Wissen um seine Existenz zum Wahnsinn führen könne. Und Michael Ende beschrieb ein Tor in eine fantastische und schöne Welt, das sich zwischen zwei Buchdeckeln befand.
Doch wo findet man solche Bücher? Und welche Geheimnisse umgibt die Orte, an denen sie aufbewahrt werden?
Solche und ähnliche Gedanken mögen es gewesen sein, die die Autoren zu den Geschichten dieser Anthologie bewegt haben.
Ob es Bücher sind, die die Realität schreiben; wandernde Bibliotheken; Geister alter Dichter; Bücher, die den Leser scheinbar zum Herrn über sein eigenes Schicksal machen; Spukwesen, die in einer Bibliothek nach einem Schatz suchen; Märchenfiguren, die ihre Bücher beschützen müssen; Bücher, die Leben zu nehmen oder zu geben wissen... Dies und vieles mehr erwartet den Leser.
Doch auch dieses Buch hat sein eigenes Geheimnis: Es nimmt den Leser gefangen und zwingt ihn, eine Geschichte nach der anderen zu lesen.. Und es verändert die Art, wie man Bücher betrachtet und wahrnimmt.
Ich muß gestehen, ich bin auch ein wenig neidisch. Denn immer hatte ich gehofft, für eins meiner Anthologieprojekte auch ein paar Comicbeiträge zu bekommen. Carolin Gmyrek ist es gelungen und so findet man neben dem geschriebenen Wort auch die wortlose gezeichnete Geschichte.
Mit Beiträgen von Carolin Gmyrek, Stefanie Hammes, Christian Damerow, Gregor Eder, Karsten Klein-Ihrler, Thomas Lohwasser und Vanessa Kaiser, Susanne Haberland, Ju Honisch, Fabienne Siegmund, Bettina Ferbus, Rainer Baumgärtel, Isa Theobald, Karin Jacob, Serena Hirano, Irene Bressel, Andrea Spille, Jan-Christoph Prüfer, Christian Endres, Charlotte Erpenbeck, Daniel schenkel, Christian von Aster, Paul Sanker, Benjamin Nemeth, Olaf Lahayne, Cornelia Röser, Gabriel de Vue
04 Mai 2013
Buchrezension: "Faulfleisch" von Vincent Voss
Die meisten Künstler mögen es nicht, wenn ihre Werke in "Schubladen" gesteckt werden. Doch diese Schubladen helfen, sich Bücher, Filme und Musik nach dem eigenen Geschmack auszuwählen.
Vincent Voss´ Roman lässt sich ohne Probleme in eine Schublade stecken. Und dann sprengt er sie auf.
Seit den Filmen George Romeros wird der Begriff "Zombie" fälschlicherweise auch für menschenfressende lebende Tote verwendet. Von einer solchen Zombiegeschichte gibt es klare Vorstellungen: Die Welt wird von den Toten überrannt und eine Gruppe Überlebender versucht, sich durchzuschlagen.
"Faulfleisch" endet dort, wo die anderen Geschichten beginnen.
Liam hat sich der Kinder wegen aufs Land zurück gezogen und hofft, seine kaputte Ehe kitten zu können. Doch im gleichen Dorf lebt auch ein seltsamer Gerichtsmediziner mit einer schauerlichen Leidenschaft. Als Liam langsam hinter das grausige Geheimniss kommt, nimmt das Verhängnis bereits seinen Lauf ...
In dem Roman geht es nicht um die Zombieapokalypse an sich, sondern darum, wie sie beginnt, sich erst langsam, dann immer schneller ausbreitet. Und um die Opfer, die hier statt nur als wandelnde Bedrohung dargestellt zu werden, Persönlichkeiten und Geschichten bekommen.
Wer reinen Splatter und Gemetzel erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Wer aber aber eine spannende und atmosphärisch dichte und stimmige Geschichte sucht, wird das Buch lesenswert finden
Vincent Voss´ Roman lässt sich ohne Probleme in eine Schublade stecken. Und dann sprengt er sie auf.
Seit den Filmen George Romeros wird der Begriff "Zombie" fälschlicherweise auch für menschenfressende lebende Tote verwendet. Von einer solchen Zombiegeschichte gibt es klare Vorstellungen: Die Welt wird von den Toten überrannt und eine Gruppe Überlebender versucht, sich durchzuschlagen.
"Faulfleisch" endet dort, wo die anderen Geschichten beginnen.
Liam hat sich der Kinder wegen aufs Land zurück gezogen und hofft, seine kaputte Ehe kitten zu können. Doch im gleichen Dorf lebt auch ein seltsamer Gerichtsmediziner mit einer schauerlichen Leidenschaft. Als Liam langsam hinter das grausige Geheimniss kommt, nimmt das Verhängnis bereits seinen Lauf ...
In dem Roman geht es nicht um die Zombieapokalypse an sich, sondern darum, wie sie beginnt, sich erst langsam, dann immer schneller ausbreitet. Und um die Opfer, die hier statt nur als wandelnde Bedrohung dargestellt zu werden, Persönlichkeiten und Geschichten bekommen.
Wer reinen Splatter und Gemetzel erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Wer aber aber eine spannende und atmosphärisch dichte und stimmige Geschichte sucht, wird das Buch lesenswert finden
27 April 2013
Buchrezension: "Die Einhörner" (Hrsg) Fabienne Siegmund
Anthologien zu rezensieren ist immer schwierig. Gerade das, was ihren Reiz ausmacht, die vielfachen verschiedenen Sichtweisen auf ein Thema, machen es schwer, ein Bild des Buches zu vermitteln.
Von Einhörnern hat jeder klare Vorstellungen im Kopf: Ein weißes Pferd mit einem Horn auf der Stirn.
Umso größer ist die Herausforderung für die Autoren, sich dieses Themas auf unerwartete und überraschende Weise anzunehmen.
Doch genau das ist ihnen mit dem vorliegenden Buch gelungen.
Von der klassischen Fantasygeschichte über die Dark Fantasy bis zum Horror und wieder zurück zur philosophischen Naturbetrachtung reicht das Spektrum.
Ein besonderer Höhepunkt ist das Gedicht "Im tiefen Wald" von Peter S. Beagle ("Das letzte Einhorn"). 20 Jahre nach "Zwei Herzen", der Fortsetzung des "Letzen Einhorns" erinnert sich Amalthea noch einmal an ihre Liebe zu Lír. Dieses Gedicht, übersetzt von Oliver Plaschka, ist in der deutschen Fassung ausschließlich in diesem Buch zu lesen.
Auch die Illustrationen von Elke Brand zu Beginn einer jeden Geschichte sind ein besonderer Blickfang.
Zu jedem Buch geht außerdem auch eine Spende von 0,50,-€ an die Waldritter e.V.
Hier gehts zum Webshop des Verlags, wo natürlich auch dieses Buch erhältlich ist
Von Einhörnern hat jeder klare Vorstellungen im Kopf: Ein weißes Pferd mit einem Horn auf der Stirn.
Umso größer ist die Herausforderung für die Autoren, sich dieses Themas auf unerwartete und überraschende Weise anzunehmen.
Doch genau das ist ihnen mit dem vorliegenden Buch gelungen.
Von der klassischen Fantasygeschichte über die Dark Fantasy bis zum Horror und wieder zurück zur philosophischen Naturbetrachtung reicht das Spektrum.
Ein besonderer Höhepunkt ist das Gedicht "Im tiefen Wald" von Peter S. Beagle ("Das letzte Einhorn"). 20 Jahre nach "Zwei Herzen", der Fortsetzung des "Letzen Einhorns" erinnert sich Amalthea noch einmal an ihre Liebe zu Lír. Dieses Gedicht, übersetzt von Oliver Plaschka, ist in der deutschen Fassung ausschließlich in diesem Buch zu lesen.
Auch die Illustrationen von Elke Brand zu Beginn einer jeden Geschichte sind ein besonderer Blickfang.
Zu jedem Buch geht außerdem auch eine Spende von 0,50,-€ an die Waldritter e.V.
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